Freitag, 23. November 2012

Danke Maike!

 Zum Glück hatte ich heute nachmittag bereits die Gelegenheit meine überschwengeligen Lobeshymnen und Dankbarkeitsgelübte mehr oder weniger persönlich via Chatverkehr im Cyberspace bei ihr abzuladen, denn sonst müsste ich hier an dieser Stelle übertrieben ausführlich und mit exzessiv geführter Feder in die Welt hinaus jauchzen und jodeln, wie beeindruckend und inspirierend ich das ganze Zeugs von Maike Plenzke finde. Dafür ist aber jetzt gar keine Zeit mehr, weil ich heute Nachmittag so viel Zeit damit verbracht habe, Maike Plenzke per facebook mit fast fanatischem Gefasel zu sagen, wie beeindruckend und inspirierend ich ihr ganzes Zeug finde.
Da wir im selben Jahrgang geschlüpft sind, haben ihre Illustrationen eine noch viel unmittelbarere Wirkung auf mich und ich muss sagen, dass ich ihre routiniert lockere und stellenweise weise wirkende Stilsicherheit fast schon frech finde. ROTZFRECH!


Ihr größter Verdienst aber ist das kleine Zünglein an der Waage gewesen, das in meinem Denken einen Hebel kippen lies, an dem ich schon ewig rumgejuckelt habe:
Ich bin niemand der übt. Ich male und zeichne eigentlich nur deswegen, weil alle Kinder malen und zeichnen und ich einfach das Glück hatte nie damit aufzuhören. Meiner ganz persönlichen, Simon Höferschen Zeitrechnung (ab 22.06.1989) nach mache ich das also schon immer. Genau diese Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit ist es aber wahrscheinlich auch, die es mir immer so schwer gemacht hat, diese Beschäftigung als eine Art Handwerk wahrzunehmen, in dem man sich durch gezieltes Training effektiver, punktueller und zügiger verbessern kann, als durch unbesorgtes treiben lassen.

Ich war noch nie Aktzeichnen, habe in meinem Leben noch nie ernsthaft in ein Anatomiebuch geschaut und habe kaum eine Hand voll Licht- oder Materialstudien oder sowas gemacht, mit denen manche meiner Zunftgenossen eifrig ganze Wälzer füllen. Ich bin eher der Typ, der einfach macht was ihm Spaß macht und nebenbei irgendwie latent besser wird, ohne es überhaupt wirklich mitzukriegen.
Das kann natürlich sehr schön sein, aber an Maike's Sachen merkte ich deutlicher denn je, was mir fehlte und was seit geraumer Zeit schon ein wenig Unbehagen in meine kreativen Machenschaften brachte: WISSEN.
Bei alle Liebe, aller Fantasie und allem Flow, man kommt an den Punkt, an dem sich nicht mehr hinter cartoonigen oder stilistischen Ausreden verstecken lässt, dass man einfach keine Ahnung hat, wie dies und das aussieht und funktioniert und dass es vielleicht mal an der Zeit wäre es sich einfach anzugucken. Zu üben, eben. 
Für die meisten vermutlich die größte Selbstverständlichkeit, für mich ein Denkmuster, das mir wirklich schwer fällt. 

Zumindest hat mir der lockere, auf einem soliden Fundament von so viel Wissen thronende Flow von Maike's Gewerkel wieder klar gemacht, wie extrem sich die Qualität durch ein paar gezielte Übungen und Studien pushen lässt und mich hart motiviert, endlich damit anzufangen.

So sei es nun, dass ich hier gleichwohl eine der ersten Studien und die allererste Frauenillustartion meines Lebens präsentiere:


Vorangegangen war dieser kleine Sketch, in dem mir ein paar schöne und neue Erkenntnisse über Stil gekommen sind:


Es war echt schön, sich mal auf ein völlig neues Gebiet zu wagen und wenn ich daran denke, wie geil es sich eigentlich anfühlt, Neuland zu erschließen und unbekannte Herausforderungen zu meistern, frage ich mich jedes mal, wieso man sich gleichsam so sehr davor scheut.

This huge amount of totally enthusiastic blabla is just a single flash about how hard i appreciate the work of Maike Plenzke, a bit of general philosophizing about Style and the different ways to improve your skills, perceiving the own art and the way you're producing it. The Pictures are Studies i did after watching Maike Plenzke's Stuff for about six trillion hours full of exaggerated maniac passion. 
(Was also the first time in my life i tryed to draw some bit more "realistic" and esthetic women. a VAST step out of my comfort zone)

Kommentare:

  1. Das find ich ja ersma rotzfrech, dass du der glücklich sein kann permanent zu zeichnen auch noch von einer Wegneubeschreitung diesbezüglich berichten darf! :D Die Torte hat sozusagen einfach noch eine Etage beommen.
    Waren das jetzt Bilder aus ner Aktsession?

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    1. nope, der sketch war ausm Kopf und für das andere schnecksi hab ich mir das Lichtbild einer weiblichen Person in ähnlicher Pose angesehen. Referenz quasi.

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