Samstag, 11. Mai 2013

Inkamayawandmalski

Als ich während der Leipziger Buchmesse in der WG von Freundinnen-Schwester wohnte, fragte Freundinnen-Schwester, ob ich was in ihr WG-Wohnzimmer malen wollte und ich wollte:

Es war mein erstes mal mit echter Farbe, abgesehen von der Aufnahmeprüfung zur FOS damals als ich noch ein 15jähriger Springinsfeld war und diesem vandalenhafte Exzess inmitten einer wüsten Nacht in Mainz, als ich volltrunken mit einer Meute nicht minder beschwipster Trunkenbolde die komplette Galerie unserer Gemeinschaftsausstellung mit besoffenen Schmierereien besudelte. Die Aufnahmeprüfung war jedoch Grundschul-Wasserfarbe auf A4 (Druckerpapier) und die besoffenen Schmierereien in der Galerie waren auch wirklich nur besoffene Schmierereien, von daher nichts auch nur annähernd vergleichbares.

Nachdem mir kurz der Gedanke kam, dass strg+z im reallife nicht funktioniert, stand ich versunken in Vergrübelungen über die effizienteste Heransgehensweise und einen strukturierten Workflow, sowie die sinnvollste Materialwahl gefühlte 20 Minuten vor der Wand, kam mir grüblerisch vor, merkte, dass ich eh keine Ahnung hatte und im Grunde auch nur pseudogrübelte, weil ein kleiner Mob schaulustiger in meinem Rücken erwartungsvoll flätzte und fing einfach an mit Edding drauf los zu zeichnen.
Das Lineart ging mir trotz der Größe recht locker von der Hand und da ich aufgrund von vernünftiger Risikokalkulation und potentieller Schadensbegrenzung sowieso in meiner Comfortzone bleiben wollte, konnte ich auch ohne Planung, Vorzeichnung oder sonst ein okkultes Brimborium drauf los wuseln, es laufen lassen und gespannt sein, was geschieht.

einfach draufloswuseln 
(Mit frisch gewuseltem Blackart aus Darmstardt)
fertiges Linework mit Maßstabshund, der halb Hund, halb Affe, halb James Cameron ist
Am intensivsten und krassesten war dann dieser Moment, als ich mit Baumarktfarben (A) vor riesigem Lineart (B) stand und mir nur dachte, dass ich (A) jetzt irgendwie mit (B) kombinieren muss und das auch noch in einer Art und Weise, die bestmöglich nicht total scheisse aussehen sollte.
In meinem Kopf fühlte sich das ein bisschen so an, als wäre ich total behaart, halbnackt und würde in ranzigen Fellen eingehüllt voll grunzigem Sabber vor der Wand sitzen, während ich die ungeöffneten Farbflaschen immer wieder wie einen Faustkeil gegen die Wand schlage.
Mir war klar geworden, dass ich (gerade für das erste mal) vor einem relativ großen, komplexen Lineart stand und nada-nix wusste. Nix wie verhält sich überhaupt ein Pinsel und die dazugehörigen Farbbatzen, nix wie mischt diese Batzen überhaupt und nix mal wisski, dass man die normalerweise mit Wasser verdünnt weil dann alles einfacher like 1000 ist und erst recht nix wissen wie malt man denn überhaupt, ohne jedes einzelne Kleidungsstück einzusauen, dass man dabei hat? 
Kurzum: Mir ging ziemlich der Kackstift, das alles so richtig Kindergarten-Fingerfarbmäßig zu versauen und dafür verantwortlich zu sein, dass sich die WG-Bewohner aus Angst um ihr Augenlicht nicht mehr aus ihren Zimmern trauten und zu pickligen Cybernerds werden, die ihre Hunde in kleine, selbstgezimmerte Hundeklos kacken lassen.

Nachdem ich die Bohne als (vielleicht nicht optimal plazierte, weil visuell sehr zentrale) Test-Area missbrauchte und dabei merkte, dass ich mit der Kartoffelbrei-artigen Farbe alles hart verkacken würde, fing ich auf einen Wink des großartigen Arturo Fastoni hin an, die Farben mit Wasser zu verdünnen Von da an lief - überraschenderweise - alles wie von selbst.

 Dass ich (wieso auch immer) ein bisschen besser zeichnen kann als manch anderer war mir im Laufe meines Lebens schon ein paar mal aufgefallen, aber mit dem Begriff / der Entität "Talent" bin ich nie so richtig warm geworden und habe mich auch nie wirklich damit identifiziert.
Bis zu besagtem alles-läuft-von-ganz-alleine-Groove, der mit dem colorieren des Bildes begann. Ich weiss nicht wieso, aber es fiel mir fast beängstigend leicht und hat sich angefühlt, als hätte ich's schon sieben mal gemacht.
Pinselführung, Lasuren, Farben mischen, den Farbton und die richtige Dicke der Pampe treffen, die Vorhergehensweise an sich, der Workflow, die Reihenfolge, sowie der ganze Kosmos aussenrum, der beim digitalen malen komplett wegfällt, wie Gefässe zum mischen organisieren, Pinsel sauberhalten, Lappen haben, Yoga-artig in allen möglichen positionen malen und blablabla, es hat einfach alles Sinn ergeben und sich klar und logisch angefühlt. Ich musste kaum nachdenken, sondern hab alles einfach aus dem nichts heraus gefühlt.
Es war für mich das genaue Gegenteil von Dingen wie "den Schreibtisch ordentlich halten",  "selbstständig Termine organisieren" oder Skateboard fahren. Denn obwohl ich skaten liebe und es tue, seit ich 13 bin, kann ich kaum was und bin grotten-olm-Peter in der Pipe (ich kann nicht mal Pipe fahren). Da ist einfach nichts. Die Füße fühlen ins Leere und das Hirn checkt irgendwie garnix.
Das war der Moment, in dem ich verstanden (und erfahren) habe, was Talent bedeutet und das erste mal in meinem Leben, in dem ich spürte und mir selbst gegenüber eingestand, dass ich fürs malen wohl schon ein bisschen was davon habe.

Gerade das analoge Wuseln und das meistern dieser unbekannten Herrausforderung war für mich eine unglaublich wichtige, sehr schöne Erfahrung und ich hab hart viel dabei gelernt oh ochsenziehmer!



Zum Abschluss noch ein Bild von mir mit Schnorres:



When i visited some Friends for a week, they asked me if i would like to paint something in their livingroom and yes, i liked to. (:
This was my first attempt in doing something with real paint ever and after finishing the Lineart (which wasn't a big deal at all and was done without any planning, sketch, asking the oracle for a miracle or other occult stuff ) i was really frightened to add the paint, cause i had no experience with the real stuff and expected to destroy like everything in some kind of apocalyptic kindergarten-fingerpaint-rush.
fortunately everything worked out surprisingly better then everyone of us dared to dream of!
It was so much fun and satisfying and i learned that much and oh gosh, life is beautiful! (:

Freitag, 22. Februar 2013

Jackson Norby

My petite Childbook-action-drive-Schmökerli "Jackson Norby" is finally published, yet! After sending it for print it was a very thrilling time of waiting in excessive expectations and STUFF!
The rest of this is too awkward to tell in english, so i guess this litte Einleitung muss reichen. Is eh auf Deutsch das Buch.

was ihr vor dem Betrachten der Bilder wissen solltet: Es entstand zusammen mit dem 5jährigen Lenn aus seinen Geschichten über seinen (imaginären) Freund Jackson Norby.

was ihr nach dem Betrachten der Bilder wissen solltet: kommt nach den Bildern.

In Echt schimmert der Einband sogar perlmutt-mäßig krasso!

der Klappentext war schwer oh jesses allright!
 jetzt gewähre ich noch einen kleinen Enblick (catching a little glimpse) ins Büchli selbst. Es sind die Seiten 9 - 12 und Knöterich Alabaster (ein guter Name, wenn auch völlig fehl am Platz hier)

die werden auch größer beim Anklickeln.




nun folgt resümierendes Geplauder:
Das Buch erscheint zunächst erstmal als kleines Pixie-Buch-artiges Schmökerli, das heisst als 10x10 cm großes Schmankerl, es hat insgesamt 32 Seiten, der Einband schimmert schön perlmutt-mäßig und es ist zusammen mit Lenn entstanden, dem mittlerweile 5jährigen Sohn meines Verlegers, der einfach extrem schöne, fantasievolle und faszinierende Geschichten über seinen (imaginären) Freund Jackson Norby erzählt. (Allein dieser Name schon!)
Als ich die ersten Anektdoten mehr so im lustigen smalltalk-schwank übertratscht bekam, war ich immediately so begeisterungs-boy, dass ich mit Onkel Arschi (mein Verleger) directly den beherzten Entschluss ausklabustert habe, das zu einem Kinderbuch zu verwuseln! (Das Ausrufezeichen erscheint mir an dieser Stelle insofern berechtigt, als dass es wirklich sehr energisch war, das alles.)
 Über einen Zeitraum von vll. sechs Monaten bekam ich alle Norby-Anektdoten von Lenn geschickt, die Komplize Arschi aufschnappen konnte und ich habe sie sorgsam mit güldenem Gänsekiel auf pastellöses Papyrus übertragen und in meinen Archiven eingelagert, bewacht von absolut niemand, ausser einer virtuos künstlerischen Installation aus Zwieback, was aber eher pure Schmuddeligkeit im Deckmantel heuchlerischer Zierde war.

Ich fand es unbeschreiblich schön und faszinierend, die so unglaublich freien und mächtigen Fantasiegebilde und Gedanken eines Kindes umzusetzen, es war wie ein Traum. Alles so frisch! Ich meine, allein die Antwort auf meine Frage wie Jackson Norby denn aussieht:
"weich."
Das sind Gedankengänge von anbetungswürdigster Schönheit!
"Und die Haare?"
"die sind ganz kurz bis zum Po und so hell die sieht man nicht"

Diese wahre, reine, von allem Wissen und richtig und falsch und Konventionen und blablabla so unberührte, sorglose Kreativität ist einfach nur schön und es war für mich auch nichts als herrlich für einen 5 jährigen artdirector zu arbeiten. Alle Sachen gingen natürlich durch Lenn's strenge Qualitätskontrolle und wurden auch zum Teil nach seinen Vorgaben und Wünschen angefertigt. Für Norby's Walraumschiff hatte ich sogar Concept-Art von ihm bekommen :D

extrem interessant fand ich auch die Erfahrung, wie viel Einfluss man als Illustrator auf das gesamte Wirken einer Geschichte hat. Es war das erste mal, dass ich eine fremde Geschichte illustriert habe, wobei "Geschichte" wahrscheinlich übertrieben ist, da es an sich keinen konkreten Plot, sondern dutzende mehr oder weniger zusammenhangslose Anektdoten gab, deren narratives zusammenpuzzlen zu einem Handlungsstrang mir oblag, was meinen Einfluss auf die Geschichte zusätzlich erhöhte. Aber schön! Einfach nur schön. ☻

Ausserdem hatte ich dieses mal einen für mich sehr ungewohnten Workflow: Ich hab das komplette Ding von Story ausklamüsern und Seiteneinteilung übers Illustrieren selbst bis zum finetuning und Printbla in gut zwei Wochen durchgewuselt und das kompletti karotti alleine im stillen Kämmerchen.
War ein super interessantes, für mich sehr neues Gefühl, ein größeres Projekt mal nur mit sich selbst zu machen, niemanden WIP's zu zeigen, niemanden um Rat zu fragen, mit niemanden darüber zu reden, sondern nur sich selbst als einzigste Instanz für Management, Mache und Qualitätskontrolle gleichermaßen zu haben. Es war sehr schön, hat sich wahr und ungetrübt angefühlt und hat mich mir selbst wieder ein stück näher gebracht. (:

Konzepte:
Wirklich viele Konzepte gab es garnicht, weil ich echt hart kein Konzeptmensch bin, glaube ich. Ich hab eigentlich nur ein einziges mal den Jackson Norby gesketcht, ihn dann auf Wunsch von Lenn ein bisschen abgeändert und die Konzeptphase war vorbei und es ging in die Vollen. (volle Pulle)

hier also die komplette Concept Art zu "Jackson Norby - infinite wrath of golden titans rising against" (quatsch)



und Lenn, der kleine Frechdachs höchstselbst, mit seiner Zeichnung für das Wal-raumschiff von Jackson Norby:
ein wirklich guter Lauser! Man muss ihn gern haben (:

einfach nur schön:
Ich hab heute sogar schon mein erstes Fanart bekommen! Ein Kind hat die Seite abgemalt, in der Norbys Walraumschiff Lenn von der Erde hochbeamt!

Walraumschiff scheint gut anzukommen (hat schließlich auch Laser und Kanonen und Schwerter)

Businesskram:
Zu kaufen gibts den Norby erstmal nur im Shop des Unsichtbar-Verlags höchstselbst, er kostet nur läppische zwei Euro und ist sogar versandkostenfrei bis in den Kongo! bzw. ist das - ich möchte ja nicht arge Lügen verzapfen - erst ab einem Betrag von 5 Silbernickel versandkostenfrei und auch nur in Deutschland, glaube ich. (dünkt mir) Holt euch einfach noch mein Böse-wurm-shirt für vier euro dazu, das sind waschechte Schnäppchen!
(Oder mein erstes Buch, mü mü!)


für mich war alles ein wunderschönes kleines Projekt mit viel Gaudi und Liebe und ich könnte in Glückseeligekeit zerschmelzen bei dem Gedanken irgendein Kind könnte so kindlich tief in das Buch versinken, wie ich früher in Kinderbücher versunken bin (:

Samstag, 12. Januar 2013

Helmchendriver

Das Offenbacher Ledermuseum hat jetzt eine Große Asia-Abteilung mit nem ganzen Haufen Samuraigedöns. Ich war zwar noch nicht dort, weil ich mich aus Angst vor Haftbefehl nicht in die Offenbacher Slums traue, aber ich hab beim morgendlichen Cerial-Crunch darüber gelesen und das war mir als bescheiden glücklicher Pimpf-boy dann auch schon Anlass genug, meiner eigentlichen Arbeit ein kleines Helmchen voranzuschieben.
Ich wollte eh schon länger mal wieder bissi mehr realistisch und anderer workflow und ja. Spaß!



A Samurai Helmet stilllife which isnt a real stillife at all. It's slightly inspired by a gray-scaled photo, but the colors and most of the helmet itself is just funky freestyle actioncrack-wizzle.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Winterpipi


"Usally i think that Winter is pretty shitty, but I'm unbefuckingleavable happy right now"

beneath the text including in the Picture itself, theres nothing to translate, but you can enjoy the life-affirming sound of speakin out loud this random sequence of words: Adrian's Adrenaline in Indianapolis.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Kohlrabikordel

Ein Korallenbild für jemanden, der gesagt hat ich soll ein Korallenbild malen:


a coral-picture for someone who told me i should paint a coral-picture.


Freitag, 23. November 2012

Danke Maike!

 Zum Glück hatte ich heute nachmittag bereits die Gelegenheit meine überschwengeligen Lobeshymnen und Dankbarkeitsgelübte mehr oder weniger persönlich via Chatverkehr im Cyberspace bei ihr abzuladen, denn sonst müsste ich hier an dieser Stelle übertrieben ausführlich und mit exzessiv geführter Feder in die Welt hinaus jauchzen und jodeln, wie beeindruckend und inspirierend ich das ganze Zeugs von Maike Plenzke finde. Dafür ist aber jetzt gar keine Zeit mehr, weil ich heute Nachmittag so viel Zeit damit verbracht habe, Maike Plenzke per facebook mit fast fanatischem Gefasel zu sagen, wie beeindruckend und inspirierend ich ihr ganzes Zeug finde.
Da wir im selben Jahrgang geschlüpft sind, haben ihre Illustrationen eine noch viel unmittelbarere Wirkung auf mich und ich muss sagen, dass ich ihre routiniert lockere und stellenweise weise wirkende Stilsicherheit fast schon frech finde. ROTZFRECH!


Ihr größter Verdienst aber ist das kleine Zünglein an der Waage gewesen, das in meinem Denken einen Hebel kippen lies, an dem ich schon ewig rumgejuckelt habe:
Ich bin niemand der übt. Ich male und zeichne eigentlich nur deswegen, weil alle Kinder malen und zeichnen und ich einfach das Glück hatte nie damit aufzuhören. Meiner ganz persönlichen, Simon Höferschen Zeitrechnung (ab 22.06.1989) nach mache ich das also schon immer. Genau diese Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit ist es aber wahrscheinlich auch, die es mir immer so schwer gemacht hat, diese Beschäftigung als eine Art Handwerk wahrzunehmen, in dem man sich durch gezieltes Training effektiver, punktueller und zügiger verbessern kann, als durch unbesorgtes treiben lassen.

Ich war noch nie Aktzeichnen, habe in meinem Leben noch nie ernsthaft in ein Anatomiebuch geschaut und habe kaum eine Hand voll Licht- oder Materialstudien oder sowas gemacht, mit denen manche meiner Zunftgenossen eifrig ganze Wälzer füllen. Ich bin eher der Typ, der einfach macht was ihm Spaß macht und nebenbei irgendwie latent besser wird, ohne es überhaupt wirklich mitzukriegen.
Das kann natürlich sehr schön sein, aber an Maike's Sachen merkte ich deutlicher denn je, was mir fehlte und was seit geraumer Zeit schon ein wenig Unbehagen in meine kreativen Machenschaften brachte: WISSEN.
Bei alle Liebe, aller Fantasie und allem Flow, man kommt an den Punkt, an dem sich nicht mehr hinter cartoonigen oder stilistischen Ausreden verstecken lässt, dass man einfach keine Ahnung hat, wie dies und das aussieht und funktioniert und dass es vielleicht mal an der Zeit wäre es sich einfach anzugucken. Zu üben, eben. 
Für die meisten vermutlich die größte Selbstverständlichkeit, für mich ein Denkmuster, das mir wirklich schwer fällt. 

Zumindest hat mir der lockere, auf einem soliden Fundament von so viel Wissen thronende Flow von Maike's Gewerkel wieder klar gemacht, wie extrem sich die Qualität durch ein paar gezielte Übungen und Studien pushen lässt und mich hart motiviert, endlich damit anzufangen.

So sei es nun, dass ich hier gleichwohl eine der ersten Studien und die allererste Frauenillustartion meines Lebens präsentiere:


Vorangegangen war dieser kleine Sketch, in dem mir ein paar schöne und neue Erkenntnisse über Stil gekommen sind:


Es war echt schön, sich mal auf ein völlig neues Gebiet zu wagen und wenn ich daran denke, wie geil es sich eigentlich anfühlt, Neuland zu erschließen und unbekannte Herausforderungen zu meistern, frage ich mich jedes mal, wieso man sich gleichsam so sehr davor scheut.

This huge amount of totally enthusiastic blabla is just a single flash about how hard i appreciate the work of Maike Plenzke, a bit of general philosophizing about Style and the different ways to improve your skills, perceiving the own art and the way you're producing it. The Pictures are Studies i did after watching Maike Plenzke's Stuff for about six trillion hours full of exaggerated maniac passion. 
(Was also the first time in my life i tryed to draw some bit more "realistic" and esthetic women. a VAST step out of my comfort zone)

Montag, 19. November 2012

mit Wein hat das nix zu tun

Eigentlich müsste ich mich davor hüten, haltlose Behauptungen zu verzapfen, denn ich weiss garnicht, ob das Buch was mit Wein zu tun hat oder nicht. Ich hab es weder geschrieben, noch gelesen, ich habe nur das Cover gemalt, um mir von dem Geld Wein zu kaufen.


Ich mag diesen Papierstil und freue mich immer, wenn es Gründe gibt, Tapeten zu designen. Wein mag ich in echt nicht so gerne.

A book cover job i did for a sarcastic novel about hitler struggling through a lot of kinky balderdash. Didn't read it, but i'm always happy, when there's a Reason to design wallpaper-patterns! ♥

Samstag, 17. November 2012

Dschingeldingels Schulfotografen-Kitschportrait

Als ich DIESEM MUSENHAFT FEISTEN BURSCHI sein Antlitz erblickte war es um mich geschehen. Das ist definitiv eines der besten Portraits, die es überhaupt im ganzen Weltall gibt.
Nicht nur deswegen, weil er dolldreist debil deformiert dreinschaut, sondern weil er darüber hinaus im Gesamtpaket ein extrem flowiger, mächtiger Character mit Charsima like infinty Spritzgebäck ist. Da stimmt einfach alles vom kitschigen Schulfotografenhintergrund ("Ruins Portraits since 70ies!") über diese mongolischen Hordenführer-Klamotten bishin zu der mysteriösen Wurstkordel, die er in seinen wurstigen Patschehändchen hält und von der kein Mensch dieser Erde weiss, wohin sie wohl führen mag.

Ich glaube er ist eine Metapher für Alles.

Zumindest hat er mich inspiriert auch irgendwas Fettes vor furchtbarem Hintergrund zu malen und wie eben so eins zum andern kam, wurde es ein kitschiges Portrait vom mächtigen Großkaiser Dschingis Khan:

Dschingis Khan mit gefährlichem Krummsäbel
Oh my god, can't express how hard i love the mighty impression of THIS PORTRAIT! Its not just because of haha what a weirdo-jabba-kid, its further more! The style, the atmosphere and the fact, that everything in this picture, from the strange mongolian rags he's wearing up to this mysterious cord just fits together blooming into this perfect grace of dignity. I think he's a metaphor for everything.

Donnerstag, 15. November 2012

ERODISCHE UNIVESALES

the following image was made for the purpose to donate is as a valuable posterprint to this Graupel, encasing a Snowcrystal called international Graupelschauer.
Das war natürlich an den Haaren herbeigezogener Kokolores, aber weil ich in fremden Zungen sprach, wird's das bestümmt auch keiner Spitz kriegen gehabt.

Nein, eigentlich ist das Ganze ein Poster für meinen sehr guten Freund Herrmann, der in der ihm eigenen unverfälschten, gegen jede Ästhetik fröhlich immunen Art mit kindlichen Wurstfingern nach einer Ausgabe der EROTICA UNIVERSALIS  patschte und sie gleichwohl mit den gemächlich dialektzerknautschten Worten entweihte: "Wosn dess? ERODISCHE UNNIWÄRSALES?"

Und weil dieser Akt gleichwohl ein Spiegel seiner Seele war, hatte ich Lust ihm ein Poster zu eben jener erodischen Univesales zu gestalten:

Für die Hände und insbesondere das bildrechte Knie fertigte ich etliche anatomische Studien an.

Wie hart mich dieser Jugendstil-Barock-Sakralschnörksel-Hintergrund geflasht hat, das war vereinnahmend meditativ wie Meditation im Borkenhain!

A personal work i've done for good friend of mine. It's based on some kind of joke, which is to awkward to translate, cause of containing strange and special dialects, so i guess all you foreign people out there just have to enjoy the typographic elegance. (:
for the hands, and especially the anatomical correctness of the knees i spent endless hours of studying and practicing.