Dienstag, 24. Juli 2012

Abi-Cover für Schlaubi-Brother

Mein kleiner Schlaubi-Bruder hat ein 1,3er Abi auf dem linken Harnleiter abgeschwurbelt, obwohl er nur fragwürdige Multimassenonlinerollenspiele spielt und riesige Füße hat (46 oder sowas).
Da er nicht nur physiognomisch auf großem Fuße lebt, sondern auch noch Schülersprecher und Redakteur der Abizeitung war, nutzte er seinen politischen Einfluss und seine bis in die Kurdenmafia reichenden Beziehungen, um mich zu Herstellung der Abizeitungscover zum preisdumpenden Minimindestlohn zu zwingen. Familie halt und so.

Ich sah das als Chance, mal ein bisschen was zu machen, was man sonst vielleicht nicht macht. Die Mottos und Motive waren vorgegeben, ich war lediglich entseeltes Werkzeug zur Umsetzung.



Das Joghurt-Motiv hab ich zum Anlass genommen, mal wieder so richtig malerisch brush-stroke-lastig abzuflatschen und eine art cartoonig naturalstisches Stillleben zu probieren. Ich war überrascht, wie homogen das cleane, grafische Etikett mit dem roughen Pinselgeschmiere vom Glas einhergeht. So dolle überrascht, dass ich richtig dolle gestampft und geschnaubt habe.
"Hermann" übrigens deswegen, weil das Gymnasium so heißt.


Und zum Schluss der obligatorische Brocken, der inhaltlich mit dem Post garnichts mehr zu tun hat. (bloggen ist wie Wäsche waschen: Immer ne Trommel voll kriegen. Ökologie und so.) Angestoßen durch das lieblich lockere Pinselwuseln beim Joghurt hatte ich nämlich einen kurzweiligen, aber leidenschaftlichen, von schwitziger Popoliebe geprägten Stilllebenflash, in dem mitunter die zwei Dingens hier entstanden sind:

Stillleben für den Schweinejürgen.
Zu sehen ist der Hang Loose Panda, der einen an das Gute im 
Leben erinnert, ganz egal ob man gerade düstere Trauerphasen
durchlebt oder auf MDMA, DMT und Pilzen gleichzeitig einem 
Anflug von Muffensausen standhalten muss und ein Pyrit, weil
die saugeil sind und Hundertwasser's Schimmelmanifest 
widerlegen, in dem er behauptet, die gerade Linie 
existiere in der Natur nicht. (Narr)

Das Ding ist komplett ausm Kopf gemalt, deswegen stimmt von
den Spiegelungen her auch von hier bis nach Kurdistan überhaupt nix.



und eine Werbeanzeige für meinen anderen Blog Vollbartbaby, damit ich ja auch Cashmäuse hab.


Freitag, 15. Juni 2012

Wurmweltwusel + 2 alte Wurstis

Mittlerweile mag sie manch einer kennen: Daniel Lieske's Online Grafic-Novel "die Wurmweltsaga". Die schön bunt beschaulichen Szenen mit viel Flora und ab und an Fauna begeistern Menschis von Mensch bis nach Menschenskinder. Und weil ich ja quasi in Großpapa Daniel's Forum (dem digitalartforum) groß geworden bin und dort meine ersten Faustkeilartigen Krikelkrakelkreise auf dem Wacom gezogen hab und auch Daniel für seine ein-Mann-Armee-haftigkeit richtig dolle mega appreciate, hab auch ich einem Aufruf folgend auch ein Fanart gemacht und das Design der Hauptfigur Jonas mal konsequent zu Ende gedacht:

Juni 2012
Die ersten drei Kapitel sind mittlerweile auch als (sehr schöne) Printversion im Hause Tokyopop erschienen und ich bin geehrt und freue mich wie ein freudiger Kerl, dass mein distorted durchgewursteter Wusel-Jonas nun die Einleitung für die Fanart-Rubrik ziert


Die beiden hier haben zwar mit der Wurstwelt nix zu tun, aber die haben auch nen weissen Hintergrund und passen so schön hier rein. Random Character-doodles. dudel dudel:

September 2011

Oktober 2011


Dienstag, 12. Juni 2012

sweedy speedies

ein paar ältere Bildchen, über die ich beim digitalen Sankt Nimmerleinsputz gestolpert bin. Allesamt Beispiele  meiner viel zu seltenen Versuche "mal richtig was zu malen", so richtig mit "Farbe und Stimmung und workflow und so." schöni schön!


zwei Burgfräuleins beim sonnigen flanieren in prähistorischer Peripherie, Mai 2011

Lustmolche on Spitzeltour, Mai 2012

Samurai in melancholischer noir-cyber-city-regen-irgendwas yeah. 
(Samurais tanzen im Regen.) Juni 2012

Montag, 16. April 2012

besessen von Wurst

"Oh Würmermann. 
ein Wuselmann, der alles kann."

Mit diesen bedeutungsschwangeren Worten, deren ethnische Tragweite schwerer wiegt als das bleierne Joch knüppeldicker Wolkendecken beginnt der epische Jahrtausendroman "Donnerlittchen, mir wuselt derKopf" des Ungarer Literaturtitanen Mettkow Metti, um den es hier aber garnicht geht.

Es geht um Gewusel allererster Güte und - oh meine Güte - Wusel Wusel Gütersloh.

Viel treffender kann ich die neueste Zusammenarbeit zwischen mir und Amadeus dem Guten nicht beschreiben, denn was wir im Laufe der letzten Woche gemeinsam fabriziert haben ist wahrlich und wahrhaftig wuselig. Wann immer das Thema einer seiner Plakat-Aufträge bedäppert genug scheint, wendet sich der gute Amadey an mich, um im homogenen Ringelrein mit meiner Bedäpperthaftigkeit Bedäppertes zu schaffen und an meinem Blumenkohlohr zu naschen.
Thema des Plakats war "Zappel du Wurst", was auf einer Skala von eins bis bedäppert mal mindestens honky tonky funky Monkey ist und den perfekten Nährboden für gemeinsame Schelmereien abgibt.

Da ich die letzten Wochen und Monate die meiste Zeit für Jobs gepinselt habe, war dieses Plakat die gottgleiche Gelegenheit mal wieder richtig krass auszurasten, harten Crack zu wursten, den eigenen Weg zu gehen und dafür sogar einige Cashmäuse abzustauben*
Ich hatte eine Vision. Einem zutiefst persönlichen, inneren Trieb entspringend hatte ich ein glasklares Bild vor Augen, dass es umzusetzen galt und dessem Umsetzung mir schon beim Gedanken daran Aufregung und energische Vorfreude ins Steiß pulste**: ein Kerl, der ne Wurst umarmt. Aber in übertrieben und überhaupt. Der Typ sollte ich sich in surrealen Übertreibungen auflösen, die Grenzen der menschlichen Wahrnehmung ausloten und sich einem psychedelischen Knotenmuster gleich wie die abstrahierte Assoziation eines abstrahierten Typen um die Wurst wuseln. Es sollte die in Strudeligkeit gelöste Essenz eines Typen sein.

Nun zeige ich erstmal das fertige Ergebnis ohne Typo. Im Anschluss werde ich noch ein bisschen über den Prozess, sowie irgendwas anderes sinnieren und das Wort "herumfuhrwerken" benutzen.

für Großansicht klicken

Natürlich gibt es kein jahmadeus-Plakat ohne Typo, schließlich haben die Dinger neben Gaudi-Spaß, Selbstverwirklichung und dem zerdröseln geistiger Stricke auch einen offiziellen Zweck. Wer also geneigt ist, sich das Spektakel plus Typo anzuschauen, klickt auf Herr Knarre, der aus dubiosen Gründen merkwürdig verdreht ist:


und wie immer ist auch ein Flyer mit von der Partie, den ich als Gegengewicht und Atempause ganz ruhig und gesittet angelegt habe:



se Prougress:

Eigentlich begann alles mit Dirk Schulz, vorallem mit seiner Sailor Moon. Ich hab seine Fähigkeiten, Darstellungen jenseits von konventionellen Wahrnehmungsschemata zu arrangieren, hart gefeiert, war begeistert von der geistigen Elastizität, Formen und formale Zusammenhänge derartig flexibel und ungewohnt neuartig zu verdrehen und alles gummitwist-artig ineinander zu verknäueln, dachte mir aber, dass ich das mit ein bisschen Wagemut und einer Priese aufmüpfigem Scheiss-drauf auch könnte und fragte mich, warum  ich überhaupt noch nie so tapfer übertrieben habe.
Die Sehnsucht nach einer Chance für diese Expansion meines gestalterischen Horizonts köchelte beständig und lau in mir, bis das Wurstplakat als Zunder diente und alles explodierte.
begonnen hat alles mit dieser unglaublich hässlichen Skizze, für die ich mich zwar schäme, welche aber auch lediglich dem Zweck diente, dem Amadeus gekoppelt mit großspurigen, ehrfürchtig motivierten Bombardements im Facebook-Chat die Essenz des Vorhabens rüberzubringen. 

Wie nicht anders gewohnt, wusste der gute Amadeus Wuselmann prompt wie der Hase läuft und erwuselte aus der drastisch verkackten Erstlingsskizze einen soliden Mittelstandsentwurf***, auf dessen Basis es mir möglich war, alles wie verrückt auf die flächige Detaildichte vollzuwuseln, wie ich es während mir während meiner Visionen erträumt hatte. Besonders hier wurde mir extrem stark bewusst, wie unfassbar wertvoll die kreative Zusammenarbeit mit einem guten Kerl ist, denn ich glaube, dass ich als Einzelpimpf niemals nicht diesen Wuselgrad erreicht hätte, wenn ich nicht auf den Schultern von Amadeys gestanden wäre, die wiederrum auf meinen Schultern standen, was ziemlich gut verkörpert, wie vertrackt die Sache war. Das gedankenlose, völlig assoziative anreichern der Skizze mit Details und Blödsinn war einer der kostbaren und seltenen Momente, in denen ich ganz und gar mit Allem im Reinen war, in dem ich punktgenau auf den Millistöpsel**** tat, was zu tun ich berufen war und ohne Hast und Sorge Stunden damit verbrachte, einfach nur da zu sein und  im dichten Gestrüpp der kaleidoskopisch verwundenen Gliedmaßen flanieren zu gehen.

auf dem Gedöns hat der Amadey dann eine Ink-Achterbahnfahrt gestartet, die nach eigenen Angaben "brlg! brlg! brlg!" war und Stimmen aus dem Volk zufolge mit "Wo issen da n Gesicht?", "Leute die das sehen, werden nurnoch im Wald leben. Aus Respekt." oder "Scheisse, jetzt aber!" betitelt wurden. Ich glaube mir einbilden zu dürfen, dass mein grenzgängerisches Gewirbel den sonst so aalglatten und abgebrühten Duktus-Großmeister und Lineweight-Wallach A. Waltenspühl ins Schwitzen gebracht und über den Rand seiner riesengroßen Comfort-Zone gepiesackt hat. Was aber schön ist, der ist so gut, der braucht auch mal Herausforderungen, die härter sind als Schuhe binden oder Motorräder und Fliegen inken.

Da seine Inks teils hastig und meine Ansprüche teils krankhaft hoch waren, verbrachte ich noch emsige Stunden damit am Lineart herumzufuhrwerken und manisch, fast fanatisch fleißig am Flow zu feilen. Ich hatte einfach das alles beherrschende Bedürfnis alles in meiner Macht und meinen bescheidenen Fähigkeiten stehende in dieses Werk zu kanalisieren. der langen Lehrzeit meines Lebens ein Denkmal zu setzen, eine Momentaufnahme meiner Gebündelten Fähigkeiten zu manifestieren und als beständig als möglich am Limit meines Könnens zu arbeiten.

Schlußendlich fehlte dem unglaublich dichten, kaum lesbaren Lineart noch die Farbe, der die unglaublich gewichtige Pflicht oblag, zu klären, zu strukturieren und auch in Strudeligkeit ungeschulten Probanden halbwegs deutlich zu machen, was los ist. Wir hatten zwar nie den Anspruch auf eine unmittelbare Leserlichkeit sondern wollten - ganz im Gegenteil - einen tiefen, mehrstöckigen, unkomfortablen Organismus schaffen, der vom Menschenhirni nicht ganzheitlich gefasst werden kann, sondern mit wachem Auge beäugt und aufmerksam zusammenklabustert werden sollte. Wie eine Spielwiese, auf der der Betrachter sich tummeln, wundern und verwirrt sein kann. 
Das merkwürdige war, dass ich genau wusste, wie die Farben zu sein hatten, aber die unüberschaubare Komplexität des Motivs mir die Sicht auf den Einstieg vernebelte und ich erstmal absolut nicht wusste, wie ich da hinkomme. Glücklicherweise habe ich mich durch ein Dickicht von offenen, unvoreingenommen Experimenten und Versuchen hindurch recht rasch zu dem Pfad durchschlagen können, der mich letztendlich und nach vielen vielen Stunden und noch mehr noch mehr Stunden peniblem Rumgecleane zu dem Endergebnis führte, was oben bestaunt, bekrittelt oder schlichtweg neutral und analytisch besehen werden kann.

Für mich war das Plakat eine regenerierende Rückkehr auf meinen ganz eigenen, ungefilterten und uneingeschränkten Weg und gleichwohl eine rauschende Weiterreise in größere, mutigere Gefilde meines gestalterischen Wagemuts in vielerlei Hinsicht. Ich habe viel gelernt und war selten so bezirzt und niemals zuvor so berauscht von einem Bild. besessen von Wurst, quasi.

Zu guter Letzt möchte ich mich noch gänzlich aufrichtig für das unschätzbar wertvolle Privileg bedanken, mit einem so fähigen Knaben wie dem Amadey zusammenwursten zu dürfen.

Danke, du Guter! :)


PS: Wer ein Wurstfan geworden ist, kann hier einen Wurst-Gesicht-Desktop-Hintergrund abstauben.

*für die Strudelkasse
** So muss sich Hildegard von Bingen gefühlt haben, als sie auf die Idee kam, Erde zu essen.
*** klingt schlau und ernst.
**** Einheit, in der mit-sich-selbst-und-dem-Universum-im-Reinen-haftigkeit gemessen wird

Freitag, 24. Februar 2012

zurück und weiter

Verrückt, wie schnell man manchmal den Spaß vergisst, bei Sachen, die einem eigentlich Spaß machen. Da hat man Stunk mit seinem Weibchen, nur weil man vergessen hat, dass man sich eigentlich liebt oder schmeisst sich wochenlang in dem kreativen Loch in einem Selbst hin und her, nur weil man vergessen hat, dass man dieses ganze Malenzeugs mindestens genauso hart liebt wie sein Weibchen.

Hab gestern seit sehr langer Zeit mal wieder ein Bild nur seiner selbst Willen gemalt, für garnichts und nur für den Spaß. Echt hui, wie sehr ich das vermisst hab.

ein fallender Batman



Mittwoch, 18. Januar 2012

Scribblebatzen ☼

erster Teil des Zusammenschnitts skizziöser Machenschaften in meinem Skizzenbuch, dass sich gerade dem Ende neigt. Ist so von OktoberNovember das Zeug.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Ich bin so verwustel

Heyou ihr lieben Wütze! Schreit Zeter und Mordio, denn: oh ja.
"oh ja" ist kein Grund, aber ein Lebensgefühl. Der Leitbanner einer ganzen Generation, die das Leben bejaht und oh macht, was für Faszination ob der unfassbaren Wunder und der Schönheit dieser Welt oder für garnichts stehen könnte.

Vor vier Tagen wurde der Vollbartbabyblog ein Jahr alt. Für mich war das ein unglaublich wuseliges Jahr, in dem viel passiert ist und dessen retrospektive Hommage im Moment den Rahmen meines durchgepeitschten Spatzenhirns sprengen würde. Ich bin total aufgeregt und unkonzentriert, denn heute ist für mich ein historischer Tag und ich freue mich das Jubiläum des Vollbartbabys mit der Prämiere meines ersten Buches feiern zu können:


"oh ja" ist kein Grund, aber ein Lebensgefühl. Der Leitbanner einer ganzen Generation, die das Leben bejaht und oh macht, was für Faszination ob der unfassbaren Wunder und der Schönheit dieser Welt oder für garnichts stehen könnte.
Vor vier Tagen wurde der Vollbartbabyblog ein Jahr alt. Für mich war das ein unglaublich wuseliges Jahr, in dem viel passiert ist und dessen retrospektive Hommage im Moment den Rahmen meines durchgepeitschten Spatzenhirns sprengen würde. Ich bin total aufgeregt und unkonzentriert, denn heute ist für mich ein historischer Tag und ich freue mich das Jubiläum des Vollbartbabys mit der Prämiere meines ersten Buches feiern zu können:

Bin heute Nacht kompletti Karotti fertig geworden, das geistreiche Geplänkel ist auf DVDs verstaut, wird morgen per Spatzenpost (CO²-neutral) weggeschickt und Herr Jesses, ich bin verwuselt. Das wird langsam alles so real und dieses ein-Traum-geht-in-Erfüllung-Gefühl ist einfach so ein-Traum-geht-in-Erfüllung-haft. Knorke!

Es hat 80 Seiten, enthält 75 ausgewählte Vollbartbabys, von denen circa 35 unveröffentlicht und komplett neu und Rötelstift-mäßig gut drauf und geil sind. Darüber hinaus kann es mit schniekem Gewurste und keinem Vorwort von Joscha Sauer auftrumpfen. Dafür aber eins von meinem langjährig sehr gutem Freund und Vollbartpromoter Herrmann, hat dieser doch einen signifikanten Teil zur Verrohung meines Sinnesapperats beigetragen.

Es erscheint im Februar 2012 im Unsichtbarverlag und ich hab es immernoch noch nicht so richtig realisiert, dass bald irgendwo Gedöns mit meinem Namen drauf rumsteht und eventuell ein fescher Wandersmann  (oder eine freche Wanderwoman) lichterloh das Kichern beginnt, ob der kaleidoskopischen Kapriolen in diesem verstrudelten Schmökerwerk.

Wer mir vollbartpromotermäßig ein bisschen unter die Achseln geifern will, kann die frohe Botschaft in die Welt hinaustragen, an die Ohrmuscheln all jeder, denen mein Schmu vielleicht auch ein Schmunzeln entlockt

Mittwoch, 23. November 2011

Ravensburger und ich

Normalerweise fallen einem während des täglichen Einerleis als kreativer Dienstleister ständig irgendwelche Brocken in Form von merkwürdigen Kundenwünschen, Dinospuren im Sand und ästhetisch nicht nachvollziehbaren Entscheidungen in die Seele. Wie oft ist der eigene Skill nichts anderes als das stubenhockerische Pendant zu den flinken Schrumpelfingern einer polnischen Akkordarbeiterin.
Ab und an jedoch gibt es wunderschöne Überschneidungen in denen die kommerzielle Ausbeute und die ganz persönliche Verwirklichung zu einer sehr lohnenswerten Kombination zusammenfinden und glühen, so schön wie irgendwas, das glüht.

Einer dieser Jobs waren folgende Hexen und Zauberer, die ich vor einigen Wochen für Ravensburger gemacht habe. Natürlich wird die Spannweite an Designs durch die Verpflichtung zur pädagogisch kompatiblen Kindertauglichkeit etwas beengt, aber dadurch, dass ich durch vorangegangene Aufträge schon ein gewisses Gespür für die erwartete Optik entwickelt hatte, konnte ich unter Berücksichtigung dieser Erfahrungen ansonsten ziemlich frei an die Sache rangehen, was auch viel Spaß gemacht hat.


Dem Opa fehlt ein Daumen, ich weiss. Komischerweise ist das weder mir, noch den Kontrolettis von Ravensburgern aufgefallen, sodass der jetzt - verstümmelt wie er ist - Kindern aus aller Herren Länder die Vision einer anatomisch nicht ganz kompletten Welt vorzaubert :D

Dienstag, 8. November 2011

¡ga!

für die Liebe

Hinweis für Agnostiker: kann Spuren von Lüstlings-Elementen enthalten

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Ulla Ulla!

  Vor noch garnicht allzulanger Zeit, da gab es einem Moment, in dem mein Cousin Mistaa  mich anrief und sagte: "Servus, ja hier, das is so die Geschichte blabla WOAH SHIT!"
 Dann nurnoch totes Tuten im Telefon (Strippe). Auch auf Rückrufe reagierte er rar. Die Spekulationen bei Speck und Spekulatius häuften sich und haufenweise harsche Halodris harrten seiner Heimkehr. 
Was letztendlich geschah, kam nie ans Tageslicht (daylight) und ist auch nicht wichtig. Irgendwann nämlich, da rief er mich wieder an und sagte, dass er und ein paar Kumpelhomies die vier frostigen Wintermonate über die Eisbrecher Ulla betreiben würden. Die Ulla ist ein "leerstehendes" Schiff, dass im schönen Würzburg vor Anker liegt und in dieser Zeit als Location für Partys, Konzerte, Ausstellungen, Poetryslams, kulturelle Happenings und tausend mehr Zeugs noch dient.
 Er hatte den Wunsch für ein Poster, dass sich aus den Rückseiten der insgesamt vier Monatsprogrammfaltblätter (Scrabble!) zusammensetzen sollte. > Ungefähr so <
Da das Poster am Ende recht groß (~90x60cm) werden würde, hatte ich überaus wuselige Visionen bezüglich des Motivs. "Soll geil aussehen" war neben der schwammigen Deadline die einzige Vorgabe, was natürlich grenzenlose Freiheit bedeutete, die ich einfach nutzen wollte, um mit ein paar feschen Knaben ein duftes Bild zu malen. Das ganze wurde letztendlich eine Zusammenarbeit von

                 &   

   Bevor ich gleich noch ein paar Worte zum Entstehungsprozess loswerde, zeige ich erstmal das finale Poster für all die rastlosen Päderasten, die nicht rasten, sondern rasen wollen. Man kann aber, wenn man möchte, richtig lang drauf schauen, auf das Ding

bei Klick auch in riesig
   Ich gebe zu, dass ich das Poster, wie fast alles andere auch, ziemlich erfolgreich prokrastiniert und bist Ultimo vor mir hergeschoben habe, was vor allem daran lag, dass ich erstmal überfordert mit der grenzenlosen Freiheit und dem vielen Platz war. Und dass Mitte Oktober mitte September für mich noch nebulös nach weiter Ferne klang. Viel zu abstrakt.
  eine Woche vor Mitte Oktober wurde das ganze dann auch für mein Hirn realistisch und nachdem wir einstimmig beschlossen hatten, garnicht erst irgendwas zu planen, sondern einfach drauf los zu wursten, fing ich ganz bequem mit dem an, was mir am ehesten liegt: einem Haufen komischer Characters.
Das ging dann an Fastarsch (Artur) und blabla und hin und jeah bis das Lineart so übertrieben daherwuselte, dass ich mir sicher war, beim nächsten, noch so kleinen Detail, würde die Realität abstürzen.

mein erstes .gif. Ich hoffe es ist für euch auch so schön wie für mich.
fertiges Lineart. Klicki für Großi (Rausch der Kimme)

Nun lag es an mir, das ganze bunt anzumalen. Während meine pfiffigen Sportsfreunde an der Zeichnung weiterwursteten, habe ich derweil mein Fragment grob eingefärbt, um ne Richtung für das ganze zu finden. Das ist die die Farbskizze von den very ancient Roots of Ulla Ulla:


Ich sah mich das erste mal damit konfrontiert ein so komplexes, von Crack überquillendes Potpourri der psychedelischen Detail-Verherrlichung colorieren zu müssen. Da ich sowieso nicht der krasseste Farbenhustler bin und mir in Sachen bunte Würze noch einiges an Routine fehlt, war mir im gesunden Maße bang ums Steiß.
Ich besann mich auf irgendwas und zu meiner überaus positiven Verwunderung lief das Farbgepansche wie am Schnürchen. Ich ging für meine Verhältnisse erstaunlich ruhig und strukturiert vor und blockte zunächst extrem entsättigte, monochrome Lokalfarben ein, die mich an die Schlacke meiner geistigen Heimat (Staub-City) erinnerten.
 Bei einem Motiv dieser Wuselstufe lockt der unstrukturierte Workflow an jeder Nasenspitze. Nur zu gern würde man ein anisotropisches Highlight darauf setzen oder dies hustlen und jenes strugglen, aber irgendwie gelang es mir, seelenruhig bei meinen Schlackefarben zu bleiben, bis ich das vollständige Lineart eingeschlackt hatte, was lange dauerte und sehr schön war. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, alles im Griff zu haben und zu wissen, was ich tue. Das war das erste mal in das Größenordnung, dass sich das angefühlt hat als würde ich das können. das das das (lolsky)
 Von da an war der Rest ein angenehmes Ausarbeiten. Akzente setzen, Töne variieren, Lichtstimmung schaffen, Kontraste finden, Shader andeuten, Shapes konkretisieren, sensibler werden, Vielfalt gebären, Details einbauen, abstimmen, abschmecken, abfeiern und vorallem: ausarbeiten und ausarbeiten.
So viele Details wollten liebevoll mit Farbe versehen werden und alles in allem hat mich die Colo gute vier Tage lang beansprucht. Bei einem solchen Zeitaufwand liegt die finanzielle Vergütung zwar nur knapp über dem polnischen Staplerfahrer, aber ich wurde mit etwas bezahlt, was mannigfach mehr Wert und unendlich unbezahlbarer ist, nämlich wahrer Zufriedenheit.
 So pathetisch und his-marble-chest-mäßig das jetzt klingen mag, aber ich bin in diesem Poster dermaßen aufgegangen und während der Arbeit in meditative Tiefen getrudelt, die einfach dieses du-bist-in-diesem-Moment-scheiss-haargenau-dort-wo-du-sein-sollst-Feeling hervorgerufen und mich mit einer inneren Zuversicht beseelt haben und... ja, meine Güte, Gut wars! 
 Genug geschwafelt, es war eine wunderbar spaßige Angelegenheit, nicht zuletzt weil ich mit meinen tollen Kunstkumpels zusammen prächtig fein schmieren konnte, was allen Beteiligten wallende Wonne in die Schniedels pumpte. Auch hier nochmal ein herzliches Dankeschön für eure Skills, besonders Mias' Pirat war eine Offenbarung für mich.

danke!

Freitag, 30. September 2011

Herr Knarre

Das ist Herr Knarre. Vielleicht ist in dem seinem Koffer eine Knarre drin.

was ich an dem Herr Knarre sehr fein fand/finde, ist dass er (in meinen Augen) recht ausgearbeitet wirkt, obwohl er keine zwei Stunden gedauert hat. So ein effektiver Workflow war bislang nichts selbstverständliches für mich und ich war es regelrecht gewohnt mich zickzack- und Wurschtel-förmig irgendwie wirr zum Ziel zu wursten. Mittlerweile merke ich aber, dass ich ein kleines, beschauliches Repertoire an technischen Grooves habe, mit denen ich recht rasch und zielstrebig auf den Punkt kommen kann. Der Weg wird von Bild zu Bild routinierter, vertrauter und langsam wirds, hurray!

Dienstag, 27. September 2011

Dolden im Kopf

Zusammen mit dem guten Amadeus habe ich ein weiteres Plakat gemacht, auch wenn meine Beteiligung dieses mal etwas... punktueller ausfiel, wenn man es diplomatisch ausdrücken will. Ganz undiplomatisch könnte man auch sagen der Amadey hat das Ding fast alleine gemacht.
Weil ich mich dazu berufen fühlte und gut drauf bin, habe ich den Workflow von den ancient Roots bishin zum Endprodukt akribisch dokumentiert:



Wo der grüne Glow und das gelbe Glühen hin sind, weiss ich nicht. Ich werde hart recherchieren und die Antwort dann im Internet veröffentlichen.

SPÄTER: Ich habe hart recherchiert. Das Glowige Grünen ist in einem Handschuhfach in der Nähe von Oregon.

Dienstag, 12. Juli 2011

Borneo im Windkanal

Ein kleines Häufchen Characterdesigns. Sind alle zwischen Tür und Spargel dieses Jahr aus unterschiedlichen, zum Teil dubiosen Motivationen entstanden. Stilistisch, technisch, wahrnehmungstheoretisch oder philosophisch sind dabei keine bahnbrechenden Erleuchtungen angefallen, ausser vll. dass ich Plastizität mittlerweile bewusst als Stilement wahrnehme und neben Faktoren wie Farbe, Form, Materialität, Komposition, Ausdruck und blabla eingereiht habe. Damit will ich nicht sagen, dass ich jetzt erst verstanden habe, was das überhaupt ist, sondern vielmehr, dass auch die Räumlichkeit in einem Bild nur ein nach belieben variabler Faktor unter vielen ist und man auch diesen mit viel Sensibilität auf den stilistischen Kontext abwiegen kann. 

Irgendein Alien

Le Lüg: Guerillagammler, Kinngespaltener Hausbesetzer, Ziegenbocklakai, Wagenplatzjunkie und Travelpussy

Jason vom Schrottplatz

Drache

Dienstag, 21. Juni 2011

Schneider


ich liebe dich

Smile 

Sad


?

Montag, 6. Juni 2011

Jahmadeus

im vorigen Post habe ich ja schon ausgiebig von meiner Zeit beim Amadeus in der Schweiz erzählt. Deswegen halt ich mich jetzt garnicht mit großartiger Schwafelei auf (ist eh schon lang genug, das Ding), sag ganz kurz was reisserisches und lass dann Bilder sprechen:
 Nach langem Warten ist er endlich da! 

Der epische riesen-Post mit all dem Kram, denn wir in den 3 Wochen zusammen produziert haben. Viel Spaß ihr Schurken!

Klickt auf das verlinkte Bildmaterial, um zu Spaß zu gelangen



PS (psalmodierende Schornsteinfeger): was von wem ist und etwaige andere Fragen, Lob oder Tadel können über die Kommentare gestellt werden. Auf Bald und viel Glück.