erster Teil des Zusammenschnitts skizziöser Machenschaften in meinem Skizzenbuch, dass sich gerade dem Ende neigt. Ist so von OktoberNovember das Zeug.
Mittwoch, 18. Januar 2012
Donnerstag, 8. Dezember 2011
Ich bin so verwustel
Heyou ihr lieben Wütze! Schreit Zeter und Mordio, denn: oh ja.
"oh ja" ist kein Grund, aber ein Lebensgefühl. Der Leitbanner einer ganzen Generation, die das Leben bejaht und oh macht, was für Faszination ob der unfassbaren Wunder und der Schönheit dieser Welt oder für garnichts stehen könnte.
Vor vier Tagen wurde der Vollbartbabyblog ein Jahr alt. Für mich war das ein unglaublich wuseliges Jahr, in dem viel passiert ist und dessen retrospektive Hommage im Moment den Rahmen meines durchgepeitschten Spatzenhirns sprengen würde. Ich bin total aufgeregt und unkonzentriert, denn heute ist für mich ein historischer Tag und ich freue mich das Jubiläum des Vollbartbabys mit der Prämiere meines ersten Buches feiern zu können:
"oh ja" ist kein Grund, aber ein Lebensgefühl. Der Leitbanner einer ganzen Generation, die das Leben bejaht und oh macht, was für Faszination ob der unfassbaren Wunder und der Schönheit dieser Welt oder für garnichts stehen könnte.
Vor vier Tagen wurde der Vollbartbabyblog ein Jahr alt. Für mich war das ein unglaublich wuseliges Jahr, in dem viel passiert ist und dessen retrospektive Hommage im Moment den Rahmen meines durchgepeitschten Spatzenhirns sprengen würde. Ich bin total aufgeregt und unkonzentriert, denn heute ist für mich ein historischer Tag und ich freue mich das Jubiläum des Vollbartbabys mit der Prämiere meines ersten Buches feiern zu können:
Bin heute Nacht kompletti Karotti fertig geworden, das geistreiche Geplänkel ist auf DVDs verstaut, wird morgen per Spatzenpost (CO²-neutral) weggeschickt und Herr Jesses, ich bin verwuselt. Das wird langsam alles so real und dieses ein-Traum-geht-in-Erfüllung-Gefühl ist einfach so ein-Traum-geht-in-Erfüllung-haft. Knorke!
Es hat 80 Seiten, enthält 75 ausgewählte Vollbartbabys, von denen circa 35 unveröffentlicht und komplett neu und Rötelstift-mäßig gut drauf und geil sind. Darüber hinaus kann es mit schniekem Gewurste und keinem Vorwort von Joscha Sauer auftrumpfen. Dafür aber eins von meinem langjährig sehr gutem Freund und Vollbartpromoter Herrmann, hat dieser doch einen signifikanten Teil zur Verrohung meines Sinnesapperats beigetragen.
Es erscheint im Februar 2012 im Unsichtbarverlag und ich hab es immernoch noch nicht so richtig realisiert, dass bald irgendwo Gedöns mit meinem Namen drauf rumsteht und eventuell ein fescher Wandersmann (oder eine freche Wanderwoman) lichterloh das Kichern beginnt, ob der kaleidoskopischen Kapriolen in diesem verstrudelten Schmökerwerk.
Wer mir vollbartpromotermäßig ein bisschen unter die Achseln geifern will, kann die frohe Botschaft in die Welt hinaustragen, an die Ohrmuscheln all jeder, denen mein Schmu vielleicht auch ein Schmunzeln entlockt
Mittwoch, 23. November 2011
Ravensburger und ich
Normalerweise fallen einem während des täglichen Einerleis als kreativer Dienstleister ständig irgendwelche Brocken in Form von merkwürdigen Kundenwünschen, Dinospuren im Sand und ästhetisch nicht nachvollziehbaren Entscheidungen in die Seele. Wie oft ist der eigene Skill nichts anderes als das stubenhockerische Pendant zu den flinken Schrumpelfingern einer polnischen Akkordarbeiterin.
Ab und an jedoch gibt es wunderschöne Überschneidungen in denen die kommerzielle Ausbeute und die ganz persönliche Verwirklichung zu einer sehr lohnenswerten Kombination zusammenfinden und glühen, so schön wie irgendwas, das glüht.
Einer dieser Jobs waren folgende Hexen und Zauberer, die ich vor einigen Wochen für Ravensburger gemacht habe. Natürlich wird die Spannweite an Designs durch die Verpflichtung zur pädagogisch kompatiblen Kindertauglichkeit etwas beengt, aber dadurch, dass ich durch vorangegangene Aufträge schon ein gewisses Gespür für die erwartete Optik entwickelt hatte, konnte ich unter Berücksichtigung dieser Erfahrungen ansonsten ziemlich frei an die Sache rangehen, was auch viel Spaß gemacht hat.
Dem Opa fehlt ein Daumen, ich weiss. Komischerweise ist das weder mir, noch den Kontrolettis von Ravensburgern aufgefallen, sodass der jetzt - verstümmelt wie er ist - Kindern aus aller Herren Länder die Vision einer anatomisch nicht ganz kompletten Welt vorzaubert :D
Ab und an jedoch gibt es wunderschöne Überschneidungen in denen die kommerzielle Ausbeute und die ganz persönliche Verwirklichung zu einer sehr lohnenswerten Kombination zusammenfinden und glühen, so schön wie irgendwas, das glüht.
Einer dieser Jobs waren folgende Hexen und Zauberer, die ich vor einigen Wochen für Ravensburger gemacht habe. Natürlich wird die Spannweite an Designs durch die Verpflichtung zur pädagogisch kompatiblen Kindertauglichkeit etwas beengt, aber dadurch, dass ich durch vorangegangene Aufträge schon ein gewisses Gespür für die erwartete Optik entwickelt hatte, konnte ich unter Berücksichtigung dieser Erfahrungen ansonsten ziemlich frei an die Sache rangehen, was auch viel Spaß gemacht hat.
Dem Opa fehlt ein Daumen, ich weiss. Komischerweise ist das weder mir, noch den Kontrolettis von Ravensburgern aufgefallen, sodass der jetzt - verstümmelt wie er ist - Kindern aus aller Herren Länder die Vision einer anatomisch nicht ganz kompletten Welt vorzaubert :D
Dienstag, 8. November 2011
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Ulla Ulla!
Vor noch garnicht allzulanger Zeit, da gab es einem Moment, in dem mein Cousin Mistaa mich anrief und sagte: "Servus, ja hier, das is so die Geschichte blabla WOAH SHIT!"
Dann nurnoch totes Tuten im Telefon (Strippe). Auch auf Rückrufe reagierte er rar. Die Spekulationen bei Speck und Spekulatius häuften sich und haufenweise harsche Halodris harrten seiner Heimkehr.
Was letztendlich geschah, kam nie ans Tageslicht (daylight) und ist auch nicht wichtig. Irgendwann nämlich, da rief er mich wieder an und sagte, dass er und ein paar Kumpelhomies die vier frostigen Wintermonate über die Eisbrecher Ulla betreiben würden. Die Ulla ist ein "leerstehendes" Schiff, dass im schönen Würzburg vor Anker liegt und in dieser Zeit als Location für Partys, Konzerte, Ausstellungen, Poetryslams, kulturelle Happenings und tausend mehr Zeugs noch dient.
Er hatte den Wunsch für ein Poster, dass sich aus den Rückseiten der insgesamt vier Monatsprogrammfaltblätter (Scrabble!) zusammensetzen sollte. > Ungefähr so <
Da das Poster am Ende recht groß (~90x60cm) werden würde, hatte ich überaus wuselige Visionen bezüglich des Motivs. "Soll geil aussehen" war neben der schwammigen Deadline die einzige Vorgabe, was natürlich grenzenlose Freiheit bedeutete, die ich einfach nutzen wollte, um mit ein paar feschen Knaben ein duftes Bild zu malen. Das ganze wurde letztendlich eine Zusammenarbeit von
Bevor ich gleich noch ein paar Worte zum Entstehungsprozess loswerde, zeige ich erstmal das finale Poster für all die rastlosen Päderasten, die nicht rasten, sondern rasen wollen. Man kann aber, wenn man möchte, richtig lang drauf schauen, auf das Ding
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| bei Klick auch in riesig |
Ich gebe zu, dass ich das Poster, wie fast alles andere auch, ziemlich erfolgreich prokrastiniert und bist Ultimo vor mir hergeschoben habe, was vor allem daran lag, dass ich erstmal überfordert mit der grenzenlosen Freiheit und dem vielen Platz war. Und dass Mitte Oktober mitte September für mich noch nebulös nach weiter Ferne klang. Viel zu abstrakt.
eine Woche vor Mitte Oktober wurde das ganze dann auch für mein Hirn realistisch und nachdem wir einstimmig beschlossen hatten, garnicht erst irgendwas zu planen, sondern einfach drauf los zu wursten, fing ich ganz bequem mit dem an, was mir am ehesten liegt: einem Haufen komischer Characters.
Das ging dann an Fastarsch (Artur) und blabla und hin und jeah bis das Lineart so übertrieben daherwuselte, dass ich mir sicher war, beim nächsten, noch so kleinen Detail, würde die Realität abstürzen.
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| mein erstes .gif. Ich hoffe es ist für euch auch so schön wie für mich. |
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| fertiges Lineart. Klicki für Großi (Rausch der Kimme) |
Nun lag es an mir, das ganze bunt anzumalen. Während meine pfiffigen Sportsfreunde an der Zeichnung weiterwursteten, habe ich derweil mein Fragment grob eingefärbt, um ne Richtung für das ganze zu finden. Das ist die die Farbskizze von den very ancient Roots of Ulla Ulla:
Ich sah mich das erste mal damit konfrontiert ein so komplexes, von Crack überquillendes Potpourri der psychedelischen Detail-Verherrlichung colorieren zu müssen. Da ich sowieso nicht der krasseste Farbenhustler bin und mir in Sachen bunte Würze noch einiges an Routine fehlt, war mir im gesunden Maße bang ums Steiß.
Ich besann mich auf irgendwas und zu meiner überaus positiven Verwunderung lief das Farbgepansche wie am Schnürchen. Ich ging für meine Verhältnisse erstaunlich ruhig und strukturiert vor und blockte zunächst extrem entsättigte, monochrome Lokalfarben ein, die mich an die Schlacke meiner geistigen Heimat (Staub-City) erinnerten.
Bei einem Motiv dieser Wuselstufe lockt der unstrukturierte Workflow an jeder Nasenspitze. Nur zu gern würde man ein anisotropisches Highlight darauf setzen oder dies hustlen und jenes strugglen, aber irgendwie gelang es mir, seelenruhig bei meinen Schlackefarben zu bleiben, bis ich das vollständige Lineart eingeschlackt hatte, was lange dauerte und sehr schön war. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, alles im Griff zu haben und zu wissen, was ich tue. Das war das erste mal in das Größenordnung, dass sich das angefühlt hat als würde ich das können. das das das (lolsky)
Von da an war der Rest ein angenehmes Ausarbeiten. Akzente setzen, Töne variieren, Lichtstimmung schaffen, Kontraste finden, Shader andeuten, Shapes konkretisieren, sensibler werden, Vielfalt gebären, Details einbauen, abstimmen, abschmecken, abfeiern und vorallem: ausarbeiten und ausarbeiten.
So viele Details wollten liebevoll mit Farbe versehen werden und alles in allem hat mich die Colo gute vier Tage lang beansprucht. Bei einem solchen Zeitaufwand liegt die finanzielle Vergütung zwar nur knapp über dem polnischen Staplerfahrer, aber ich wurde mit etwas bezahlt, was mannigfach mehr Wert und unendlich unbezahlbarer ist, nämlich wahrer Zufriedenheit.
So pathetisch und his-marble-chest-mäßig das jetzt klingen mag, aber ich bin in diesem Poster dermaßen aufgegangen und während der Arbeit in meditative Tiefen getrudelt, die einfach dieses du-bist-in-diesem-Moment-scheiss-haargenau-dort-wo-du-sein-sollst-Feeling hervorgerufen und mich mit einer inneren Zuversicht beseelt haben und... ja, meine Güte, Gut wars!
Genug geschwafelt, es war eine wunderbar spaßige Angelegenheit, nicht zuletzt weil ich mit meinen tollen Kunstkumpels zusammen prächtig fein schmieren konnte, was allen Beteiligten wallende Wonne in die Schniedels pumpte. Auch hier nochmal ein herzliches Dankeschön für eure Skills, besonders Mias' Pirat war eine Offenbarung für mich.
danke!
Freitag, 30. September 2011
Herr Knarre
Das ist Herr Knarre. Vielleicht ist in dem seinem Koffer eine Knarre drin.
was ich an dem Herr Knarre sehr fein fand/finde, ist dass er (in meinen Augen) recht ausgearbeitet wirkt, obwohl er keine zwei Stunden gedauert hat. So ein effektiver Workflow war bislang nichts selbstverständliches für mich und ich war es regelrecht gewohnt mich zickzack- und Wurschtel-förmig irgendwie wirr zum Ziel zu wursten. Mittlerweile merke ich aber, dass ich ein kleines, beschauliches Repertoire an technischen Grooves habe, mit denen ich recht rasch und zielstrebig auf den Punkt kommen kann. Der Weg wird von Bild zu Bild routinierter, vertrauter und langsam wirds, hurray!
Dienstag, 27. September 2011
Dolden im Kopf
Weil ich mich dazu berufen fühlte und gut drauf bin, habe ich den Workflow von den ancient Roots bishin zum Endprodukt akribisch dokumentiert:
Wo der grüne Glow und das gelbe Glühen hin sind, weiss ich nicht. Ich werde hart recherchieren und die Antwort dann im Internet veröffentlichen.
SPÄTER: Ich habe hart recherchiert. Das Glowige Grünen ist in einem Handschuhfach in der Nähe von Oregon.
Dienstag, 12. Juli 2011
Borneo im Windkanal
Ein kleines Häufchen Characterdesigns. Sind alle zwischen Tür und Spargel dieses Jahr aus unterschiedlichen, zum Teil dubiosen Motivationen entstanden. Stilistisch, technisch, wahrnehmungstheoretisch oder philosophisch sind dabei keine bahnbrechenden Erleuchtungen angefallen, ausser vll. dass ich Plastizität mittlerweile bewusst als Stilement wahrnehme und neben Faktoren wie Farbe, Form, Materialität, Komposition, Ausdruck und blabla eingereiht habe. Damit will ich nicht sagen, dass ich jetzt erst verstanden habe, was das überhaupt ist, sondern vielmehr, dass auch die Räumlichkeit in einem Bild nur ein nach belieben variabler Faktor unter vielen ist und man auch diesen mit viel Sensibilität auf den stilistischen Kontext abwiegen kann.
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| Irgendein Alien |
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| Le Lüg: Guerillagammler, Kinngespaltener Hausbesetzer, Ziegenbocklakai, Wagenplatzjunkie und Travelpussy |
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| Jason vom Schrottplatz |
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| Drache |
Dienstag, 21. Juni 2011
Montag, 6. Juni 2011
Jahmadeus
im vorigen Post habe ich ja schon ausgiebig von meiner Zeit beim Amadeus in der Schweiz erzählt. Deswegen halt ich mich jetzt garnicht mit großartiger Schwafelei auf (ist eh schon lang genug, das Ding), sag ganz kurz was reisserisches und lass dann Bilder sprechen:
Nach langem Warten ist er endlich da!
Der epische riesen-Post mit all dem Kram, denn wir in den 3 Wochen zusammen produziert haben. Viel Spaß ihr Schurken!
Klickt auf das verlinkte Bildmaterial, um zu Spaß zu gelangen
PS (psalmodierende Schornsteinfeger): was von wem ist und etwaige andere Fragen, Lob oder Tadel können über die Kommentare gestellt werden. Auf Bald und viel Glück.
Dienstag, 19. April 2011
die Würze Luzerns
Hui, ich hatte viel um die Ohren, dementsprechend lange ist der letzte Post her. Im letzten viertel Jahr hatte ich mich extrem auf das Vollbartbabyzeug konzentriert, was mitunter auch daran lag, dass mit eben jenem Vollbartbabyzeug vorraussichtlich ein Buch im Unsichtbarverlag erscheinen wird und ich mit eben jenem Vollbartbabyzeug eine Ausstellung auf dem Fumetto Comix Festival in der Schweiz in Luzern hatte, von der ich auch heute erst wieder heimgekommen bin.
Neben dem ganzen künstlerschal-geknebelten en-vogue-sein, dem jovialen Geblubber trendiger Sektschorlen und dem brausenden Walpurgistanz meiner apokalyptischen Vernissage hatte ich uhuere-geile drei Wochen in Luzern, was ich vorallem dem Großmut und der Barmherzigkeit meines lieben Gönners Amadeus Waltenspühl zu verdanken habe.
Amadeus Waltenspühl. Das ist ein Name, der erstmal recht hervorgebrochen und hahnebüchen klingt, doch verbirgt sich darunter ein Genie von einer ehrfurchtgebietenden Größe, die ihresgleichen sucht: schweizer Beatboxmeister, Plakatvirtuose, Grafikmasterabsolvent, Träger des schwarzen Gürtels in Karate und Schwangerschaftsgymnastik, extatischer Kettenraucher, life-Visual-Gigant, Lineflow-Duktus-Ink-Hero-Megaman, guerillia-Schlagzeuger und niemand bindet so oft Schuhe wie er. Ausserdem macht er ziemlich gute Salatsoßen.
Kurz und knapp hat er das wohl wertvollste Gütesiegel verdient, welches zu vergeben ich mächtig bin:
Der Amadey ist ein Guter.
Amadey kontrolliert quasi die komplette luzerner Elektromusik-Unterwelt wie Marlon Brando seinen Schnorres und hat im schaffen von international richtungsweisenden Plakaten seine Passion gefunden.
Ihr könnt euch also vorstellen, wie sehr ich mich geehrt fühlte, als er mir anbot, seinen aktuellen Plakatauftrag als gemeinsame Collaboration (Trendwort!) zu gestalten. Und, oh ja. Ich hab mir neun mal in die Hose geschissen vor Freude und direkt losgelegt. zwei Nächte später oder so.
Das ist bei der sehr fruchtbaren Zusammenarbeit entstanden: oh würzige Ruchlosigkeit!
und das ist die Rückseite des dazugehörigen Flyers, die ich so ziemlich alleine machen durfte, weil Amadey eine heisse Liebesnacht der grafischen Arbeit mit überfordernd chaotischer Typo vorzog. Narr.
Im Prinzip war dieses Plakat auch die erste Zusammenarbeit meines Lebens, bei der es darum ging, gezielt auf ein konkretes Endprodukt zuzusteuern. Ich fand es sehr schön zu sehen, wie extrem man das Ergebnis pushen kann, wenn der Input aus zwei kreativen Hirnen weht und letztendlich ein Gesamtwerk entsteht, was ich als einzelnes Hirn so wohl nicht hinbekommen hätte.
Jetzt kann ich noch ein kleines Doodle (ich wollte schon immer mal "Doodle" schreiben) hinterherschmeissen. inspiriert von den frechen Outlines des allseits gefürchteten amadeischen Brushpens gings mir eigentlich nur darum irgendwas im Amadey-Stil zu zeichnen. Die Typo entstand danach aus Lust und Laune und dem Unwillen schlafen zu gehen.
PS: Danke Amadey.
PS²: brennender Mops
PS³: abgestürzter Mops
Dienstag, 28. Dezember 2010
Schneidercomic
das "fertige" Geburtstagsgeschenk für meine Freundin Schneider (die auch schon dieses Plakat bekam). Die Anführungszeichen deswegen, weil es nicht wirklich ganz ehrlich echt komplett fertig ist. Aufgrund organisatorischem Versagens habe ich viel zu spät realisiert wann ihr Geburtstag ist und musste das Comic in fünf nervenaufreibenden Tagen und Nächten zusammenschneidern.
Geschlafen hab ich garnichts bis kaum was, die Sonne kannte ich nurnoch aus alten Geschichten und ich merkte wie sehr ein Ellbogen schmerzen kann, der zwölf Stunden lang über die Tischplatte schrubbt, während die Hände Shortcuts in Ecstasy-Geschwindigkeit in die Tastatur hacken.
Die Planungsphase belief sich auf circa eineinhalb Stunden, deswegen kann es dramaturgisch auch nicht ganz an Aristoteles ranstinken und auch sonst ist so einiges dem Zeitmangel zum Opfer gefallen.
Für Fünf Tage bin ich aber im Ganzen recht zufrieden.
Samstag, 25. Dezember 2010
rohe Schweinachten
zwischen Rheumabädern unterm Weihnachtsbaum, roten Nasen in der Parfümerie und beschaulichen Familiensticheleien am Gabentisch, feiern auch die digitalen Künstler im Cyberspace Jahr für Jahr eine reichliche Bescherung. Beim traditionellen Wichteln im digitalartforum bewichteln sich die Wichtel anonym und besinnlich und das klingt jetzt perverser als es ist.
Das hier habe ich für meinen Wichtel gemacht:
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| (ich blieb nicht lange anonym, denn ich wurde sofort anhand meiner Handschrift entlarvt) |
Frohes Fest, Schlingels.
Dienstag, 21. Dezember 2010
Waschweib und Schwerenöter
Ein paar Charakterdingens. Sind alle übers Jahr verteilt entstanden.
Nerd
der liebe Domsboi alias Dominik Gussmann
Mein liebster Lieblingsmohr Kemane Bâ. Wie immer halbnackt am scetchen
ein Wikinger, den ich nicht persönlich kenne.
Und das ist mein Beitrag für eine der weekly Challenges im digitalartforum. Aufgabe war es, ein Crewmitglied für ein historisches Walfangschiff a lá Moby Dick zu gestalten. Da wusste ich, dass es Zeit war das Non plus Ultra der Feindinfiltrierung ins Rennen zu schicken:
Schwerer getarnter Jäger
Zusammen mit Fast Art's Kurt hat er den ersten Platz belegt
Der Hintergrund ist von Lucy, alias Florian Biege, der die Challenge veranstaltete.
Montag, 20. Dezember 2010
Artbattle!
Diesem Post möchte ich dem Artbattle widmen. Es findet knapp einmal im Jahr im digitalartforum statt und ist ungefähr so pompös wie Superbowl, Fußball-WM im eigenen Land, Erstkommunion, Bundestagswahl, Avatar, Weihnachtsgottesdienst, Stuttgart 21, Feierabend, Aloe Vera und dieser Affe, der den Frosch vergewaltigt, zusammen MAL NEUNTAUSEND!
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Regeln
mittellang erklärt
Man denkt sich einen Character aus. Das kann alles sein. Eine Büroklammer aus Käse, ein vierhundert Meter hoher Schimpansen-Transformer oder eine Gruppe Hängebauchschweine auf der Walz.
Den postet man dann (optional) mit ner Beschreibung, was der so treibt im Artbattle-thread und nachdem die Anmelde-deadline rum ist, wird ausgelost, wer gegen wen antritt.
Nun muss man einen Beitrag machen, der zeigt, wie dein Character den gegnerischen besiegt. Das kann er auf alle vorstellbaren Arten tun. Zerhacken, bekacken, schnaggeln, vergraben, vergraulen, verhohnepiepeln, beschimpfen, besudeln, verunstalten, verunglimpfen, in Parmesan ersticken, bei Monopoly in den Ruin treiben, Gammelfleisch in die Achseln reiben, ihm mit einem Dampfdruckreiniger die Nasengänge ausspülen oder ihn acht mal in die Brust schiessen oder ganz klassisch in einem Buchstabierwettbewerb dominieren oder ihn mit einem Beil erschlagen. oder oder oder. Im Prinzip kann man wirklich machen was man will, solange der Beitrag auf irgendwie zeigt, wie du deinen Gegner auf irgendeine Art und weise "besiegst".
Dieser kann - ausser die järhlich leicht variierenden Regeln verbieten es - eine Illustraion, ein Comic, eine chinesische Tuschezeichnung, ein Video, ein Theaterstück oder eine Skulptur aus Weizenbrot sein.
Dein Gegner macht - ausser er ist ein feiger Duckmäuser - das selbe und schließlich werden eure Bilder in einem Thread gegenübergestellt und in einer 3-tätigen Abstimmung entscheidet sich, wer sich die Gunst des Publikums erbuhlt hat und in Runde 2 kommt, wo ihm ein neuer Gegner zugelost wird. Das geht dann so lange, bis nur noch ein edler Gewinner übrig ist. Da wir meistens so um die 45 - 65 Teilnehmer haben, beläuft sich die Sache auf ungefähr 5 Runden.
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Das Artbattle 2007 war übrigens auch DAS Ereignis, weswegen ich mit der digitalen Malerei anfing. Ich zog mit einem geliehenen Volito 2, sowie einem Ei (dass ich während dem Artbattle schlüpfen lassen wollte) als Character in die Schlacht und flog gegen kahlköpfigen Großmeister Chinasky direkt in der ersten Runde raus.
Seitdem habe ich jedes Jahr mitgemacht und konnte mich zwei mal bis ins Halb- und einmal ins Viertelfinale durchwursten. Der lang ersehnte Sieg folgt dann, ganz optimistisch, beim Artbattle 2011!
Und hier gibt's jetzt, unverschämt und unzensiert, das komplette
Archiv meiner bisherigen Arschbattles:
Archiv meiner bisherigen Arschbattles:
ARTBATTLE 2007
ARTBATTLE 2008
ARTBATTLE 2009
ARTBATTLE 2010
Ich mag das Artbattle wirklich sehr gern und ich freue mich jedes Jahr wie Nachbars Lumpi darauf. Es ist eine großartige Gelegenheit sich kreativ mit anderen zu messen und Jahr um Jahr mit (im besten Falle) besseren Skills in die Schlacht zu ziehen. Ausserdem entwickelt sich das Artbattle mit seinen vielen merkwürdigen Characteren und Kämpfen, Insidern, Seitenhieben, Anspielungen und über mehreren Runden erzählten Storys immer zu einem kleinem, absurden Paralleluniversum und ist zusammen mit Hayao miyazaki's Toilette wohl einer der kreativsten Orte des Universums.
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