Freitag, 8. Februar 2013

Dinopussel

Ja. Ich habe Pussel absichtlich und in wissentlich mutwilliger Missachtung orthografischer Beschmabselungen falsch geschrieben, denn mir ist klar, dass das eigentlich "Puzzle" heisst und vom englischen "Jigsaw Puzzle" kommt, was auf Deutsch einfach nur "Laubsägenrätsel" heisst, weil die ersten Legespiele dieser Art aus Holz waren und als Motiv immer nur Laubsägen beim lösen von Rätseln abbildeten.
Was ich allerdings nicht weiss, ist was Walrat ist. Jeder Pottwal hat gut drei Tonnen von dem Zeug in seinem Kopf eingelagert und kein Mensch weiss, wieso.*
Was ich noch nicht weiss, ist wieso ich das erzähle. Es begann zunächst assoziativ und eskalierte rasch.

Eigentlich wollte ich das Dinopussel hier zeigen. Es ist riesenhafte 70x50cm groß und war definitiv einer der spaßigeren Jobs, auch wenn ich mich stilistisch nicht ganz so hart austoben durfte, wie ich das als viertel Tobi gerne getobt tobi.

Seht nur, wie viel es zu entdecken gibt!

klickel groß

Spaß und Fun!


*auch der Artikel über Ambra ist ein informatives Schmankerl für jung und alt!


A Job for a Gigantic Puzzle, which will be nearly a metre wide in the printversion. Was a lot of fun to fill the picture with life, Storys and little hidden Details. I also found a good balance between the customers defaults and my own Style in this one (:


Samstag, 12. Januar 2013

Helmchendriver

Das Offenbacher Ledermuseum hat jetzt eine Große Asia-Abteilung mit nem ganzen Haufen Samuraigedöns. Ich war zwar noch nicht dort, weil ich mich aus Angst vor Haftbefehl nicht in die Offenbacher Slums traue, aber ich hab beim morgendlichen Cerial-Crunch darüber gelesen und das war mir als bescheiden glücklicher Pimpf-boy dann auch schon Anlass genug, meiner eigentlichen Arbeit ein kleines Helmchen voranzuschieben.
Ich wollte eh schon länger mal wieder bissi mehr realistisch und anderer workflow und ja. Spaß!



A Samurai Helmet stilllife which isnt a real stillife at all. It's slightly inspired by a gray-scaled photo, but the colors and most of the helmet itself is just funky freestyle actioncrack-wizzle.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Winterpipi


"Usally i think that Winter is pretty shitty, but I'm unbefuckingleavable happy right now"

beneath the text including in the Picture itself, theres nothing to translate, but you can enjoy the life-affirming sound of speakin out loud this random sequence of words: Adrian's Adrenaline in Indianapolis.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Kohlrabikordel

Ein Korallenbild für jemanden, der gesagt hat ich soll ein Korallenbild malen:


a coral-picture for someone who told me i should paint a coral-picture.


Samstag, 24. November 2012

Freitag, 23. November 2012

Danke Maike!

 Zum Glück hatte ich heute nachmittag bereits die Gelegenheit meine überschwengeligen Lobeshymnen und Dankbarkeitsgelübte mehr oder weniger persönlich via Chatverkehr im Cyberspace bei ihr abzuladen, denn sonst müsste ich hier an dieser Stelle übertrieben ausführlich und mit exzessiv geführter Feder in die Welt hinaus jauchzen und jodeln, wie beeindruckend und inspirierend ich das ganze Zeugs von Maike Plenzke finde. Dafür ist aber jetzt gar keine Zeit mehr, weil ich heute Nachmittag so viel Zeit damit verbracht habe, Maike Plenzke per facebook mit fast fanatischem Gefasel zu sagen, wie beeindruckend und inspirierend ich ihr ganzes Zeug finde.
Da wir im selben Jahrgang geschlüpft sind, haben ihre Illustrationen eine noch viel unmittelbarere Wirkung auf mich und ich muss sagen, dass ich ihre routiniert lockere und stellenweise weise wirkende Stilsicherheit fast schon frech finde. ROTZFRECH!


Ihr größter Verdienst aber ist das kleine Zünglein an der Waage gewesen, das in meinem Denken einen Hebel kippen lies, an dem ich schon ewig rumgejuckelt habe:
Ich bin niemand der übt. Ich male und zeichne eigentlich nur deswegen, weil alle Kinder malen und zeichnen und ich einfach das Glück hatte nie damit aufzuhören. Meiner ganz persönlichen, Simon Höferschen Zeitrechnung (ab 22.06.1989) nach mache ich das also schon immer. Genau diese Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit ist es aber wahrscheinlich auch, die es mir immer so schwer gemacht hat, diese Beschäftigung als eine Art Handwerk wahrzunehmen, in dem man sich durch gezieltes Training effektiver, punktueller und zügiger verbessern kann, als durch unbesorgtes treiben lassen.

Ich war noch nie Aktzeichnen, habe in meinem Leben noch nie ernsthaft in ein Anatomiebuch geschaut und habe kaum eine Hand voll Licht- oder Materialstudien oder sowas gemacht, mit denen manche meiner Zunftgenossen eifrig ganze Wälzer füllen. Ich bin eher der Typ, der einfach macht was ihm Spaß macht und nebenbei irgendwie latent besser wird, ohne es überhaupt wirklich mitzukriegen.
Das kann natürlich sehr schön sein, aber an Maike's Sachen merkte ich deutlicher denn je, was mir fehlte und was seit geraumer Zeit schon ein wenig Unbehagen in meine kreativen Machenschaften brachte: WISSEN.
Bei alle Liebe, aller Fantasie und allem Flow, man kommt an den Punkt, an dem sich nicht mehr hinter cartoonigen oder stilistischen Ausreden verstecken lässt, dass man einfach keine Ahnung hat, wie dies und das aussieht und funktioniert und dass es vielleicht mal an der Zeit wäre es sich einfach anzugucken. Zu üben, eben. 
Für die meisten vermutlich die größte Selbstverständlichkeit, für mich ein Denkmuster, das mir wirklich schwer fällt. 

Zumindest hat mir der lockere, auf einem soliden Fundament von so viel Wissen thronende Flow von Maike's Gewerkel wieder klar gemacht, wie extrem sich die Qualität durch ein paar gezielte Übungen und Studien pushen lässt und mich hart motiviert, endlich damit anzufangen.

So sei es nun, dass ich hier gleichwohl eine der ersten Studien und die allererste Frauenillustartion meines Lebens präsentiere:


Vorangegangen war dieser kleine Sketch, in dem mir ein paar schöne und neue Erkenntnisse über Stil gekommen sind:


Es war echt schön, sich mal auf ein völlig neues Gebiet zu wagen und wenn ich daran denke, wie geil es sich eigentlich anfühlt, Neuland zu erschließen und unbekannte Herausforderungen zu meistern, frage ich mich jedes mal, wieso man sich gleichsam so sehr davor scheut.

This huge amount of totally enthusiastic blabla is just a single flash about how hard i appreciate the work of Maike Plenzke, a bit of general philosophizing about Style and the different ways to improve your skills, perceiving the own art and the way you're producing it. The Pictures are Studies i did after watching Maike Plenzke's Stuff for about six trillion hours full of exaggerated maniac passion. 
(Was also the first time in my life i tryed to draw some bit more "realistic" and esthetic women. a VAST step out of my comfort zone)

Montag, 19. November 2012

mit Wein hat das nix zu tun

Eigentlich müsste ich mich davor hüten, haltlose Behauptungen zu verzapfen, denn ich weiss garnicht, ob das Buch was mit Wein zu tun hat oder nicht. Ich hab es weder geschrieben, noch gelesen, ich habe nur das Cover gemalt, um mir von dem Geld Wein zu kaufen.


Ich mag diesen Papierstil und freue mich immer, wenn es Gründe gibt, Tapeten zu designen. Wein mag ich in echt nicht so gerne.

A book cover job i did for a sarcastic novel about hitler struggling through a lot of kinky balderdash. Didn't read it, but i'm always happy, when there's a Reason to design wallpaper-patterns! ♥

Samstag, 17. November 2012

Dschingeldingels Schulfotografen-Kitschportrait

Als ich DIESEM MUSENHAFT FEISTEN BURSCHI sein Antlitz erblickte war es um mich geschehen. Das ist definitiv eines der besten Portraits, die es überhaupt im ganzen Weltall gibt.
Nicht nur deswegen, weil er dolldreist debil deformiert dreinschaut, sondern weil er darüber hinaus im Gesamtpaket ein extrem flowiger, mächtiger Character mit Charsima like infinty Spritzgebäck ist. Da stimmt einfach alles vom kitschigen Schulfotografenhintergrund ("Ruins Portraits since 70ies!") über diese mongolischen Hordenführer-Klamotten bishin zu der mysteriösen Wurstkordel, die er in seinen wurstigen Patschehändchen hält und von der kein Mensch dieser Erde weiss, wohin sie wohl führen mag.

Ich glaube er ist eine Metapher für Alles.

Zumindest hat er mich inspiriert auch irgendwas Fettes vor furchtbarem Hintergrund zu malen und wie eben so eins zum andern kam, wurde es ein kitschiges Portrait vom mächtigen Großkaiser Dschingis Khan:

Dschingis Khan mit gefährlichem Krummsäbel
Oh my god, can't express how hard i love the mighty impression of THIS PORTRAIT! Its not just because of haha what a weirdo-jabba-kid, its further more! The style, the atmosphere and the fact, that everything in this picture, from the strange mongolian rags he's wearing up to this mysterious cord just fits together blooming into this perfect grace of dignity. I think he's a metaphor for everything.

Donnerstag, 15. November 2012

ERODISCHE UNIVESALES

the following image was made for the purpose to donate is as a valuable posterprint to this Graupel, encasing a Snowcrystal called international Graupelschauer.
Das war natürlich an den Haaren herbeigezogener Kokolores, aber weil ich in fremden Zungen sprach, wird's das bestümmt auch keiner Spitz kriegen gehabt.

Nein, eigentlich ist das Ganze ein Poster für meinen sehr guten Freund Herrmann, der in der ihm eigenen unverfälschten, gegen jede Ästhetik fröhlich immunen Art mit kindlichen Wurstfingern nach einer Ausgabe der EROTICA UNIVERSALIS  patschte und sie gleichwohl mit den gemächlich dialektzerknautschten Worten entweihte: "Wosn dess? ERODISCHE UNNIWÄRSALES?"

Und weil dieser Akt gleichwohl ein Spiegel seiner Seele war, hatte ich Lust ihm ein Poster zu eben jener erodischen Univesales zu gestalten:

Für die Hände und insbesondere das bildrechte Knie fertigte ich etliche anatomische Studien an.

Wie hart mich dieser Jugendstil-Barock-Sakralschnörksel-Hintergrund geflasht hat, das war vereinnahmend meditativ wie Meditation im Borkenhain!

A personal work i've done for good friend of mine. It's based on some kind of joke, which is to awkward to translate, cause of containing strange and special dialects, so i guess all you foreign people out there just have to enjoy the typographic elegance. (:
for the hands, and especially the anatomical correctness of the knees i spent endless hours of studying and practicing.

Freitag, 9. November 2012

Knacki

Just in dem Moment, als ich diesen unglaublich charismatischen Mugshot sah, wurde mir klar, dass ich SOFORT alles, was viel wichtiger und dringender war, stehen und liegen lassen muss, um einen Knacki mit Gangtattoos zu malen:



just when i saw this unbelievable charismatic mugshot i knew it was time to quit everything, which is much more important immediately and paint a yard-bird, fully covered with gang-tattoos. I guess the most entertaining circumstance in this portrait is, that all the words in his face are pretty ridiculous and childish expressions like old-fashioned words for penis or dull things like salt and pepper.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Playata

Im September habe ich einen vermeintlichen Traumjob bei Playata angefangen und mich gefreut wie Wutzekuchen mit extra Schmand. Zehn Tage monatlich Zeugs für das cartoonige Browsergame Hero Zero malen und dafür einen regelmäßigen Festbetrag kassieren, der die stürmischen Wogen im turbulenten Finanzmeer des Freelancer-Daseins etwas glättet und Ruhe und Beständigkeit ins adrenalingeschwängerte auf und ab des immerzu unberechenbaren Kontostands einkehren lässt.
Das wäre auch alles perfektionabel-mäßig, hätte ich nicht einen Monat zuvor einen anderen Traumjob angetreten, nämlich zusammen mit dem Entwicklerstudio Fat Guy Entertainment, sowie meinen guten Freunden Arturo Fastoni und Kemany als Art Director und Mädchen für alles ausser Programmierung an der Umsetzung meiner Spieleidee "Zombies vs. deine Mutter" zu arbeiten. (dazu bald mehr. VIEL MEHR)*

Im Nachhinein kann ich nichtmal genau sagen, wieso ich so holdrio-haft naiv einfach beidem zugesagt habe, aber es war ziemlich dumm. Nach acht, neun Stunden konzeptionellem rumgewurste und Art-Director-mäßiger Actionbeat-Rave von der Firma nach Hause zu kommen, nur um total ausgebrannt das letzte bisschen Konzentration, das noch nicht von ADHS zu Kockolores verfeuert wurde, zusammenzukratzen um halbherzig bis in die Morgenstunden Playata-Zeug zu machen, das war nicht knorke.

Es tat mir besonders leid, weil beide Jobs extrem unter dem Versuch gelitten haben, sie irgendwie parallel  handlen zu wollen, da es mir sowohl zeitlich als auch Hirn-switch-mäßig unmöglich war, wirklich Liebe und Geduld in die jeweilige Arbeit investieren. Zusammen mit den üblichen Holprigkeiten in der Eingewöhnungsphase ergab das auf der Playata-Seite einen echt unangenehmen Workflow.

Glücklicherweise erkannte ich an meinem Schlafmangel und meinem unausgeglichenen Zustand, sowie dem unflowigen Scheiss, den ich im Stress produzierte recht schnell, dass es nicht gut ist, wie es ist und betrieb  bestmöglich Schadensbegrenzung, indem ich umgehend bei Playata mit der Ausrede, ich müsse Mais stampfen, kündigte. Das stimmt natürlich nicht, ich war lieb und hab mich für meine Dummheit entschuldigt und ihnen Glück gewünscht.
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Trotz allem Tumult ist in der Zeit ein Bisschen was zustande gekommen, was ich jetzt zeigen möchte:
Das Kernstück des illustrativen Geplänkels war der Hintergrund für eine neue Stage des Spiels: Silicon Valley

Und diese Characters hier fungieren im Abschnitt des Silicon Valley als Gegner, die man dann kloppt, oder so.

Böser Boss | Killersegway-Fahrer
Nerd | gestresster Manager


kleine Test-Illu, die dem Job vorangegangen war

Olympia-Taekwondofutzi

Der Nerd hat bis zur Abnahme mehrere Gesichts-OPs durchlaufen.
Ich fand die vorigen Fratzen eigentlich auch ganz flowig, deswegen hier:


Abschließend lässt sich sagen, dass das ein verdammt schöner Job gewesen wäre (und es vermutlich immernoch wäre), wenn man nur nicht Fulltime-job 2 und Umzug noch mitjonglieren muss. Danke auf jeden Fall und viel Glück an alle.

*Hohohohoohhohohooooaaarrgh haarhaaargh haaah!

A Job I've done when i started working on a popular german Browsergame called Hero Zero. Unfortunately i accepted a second big job of being an odd art director in a game studio maybe a month before and the impossibility to juggle both of the time-consuming jobs with full love and concentration pushed me to my limit and far beyond.  After a few stressful and awkward weeks full of  of listless, dull but exhausting working, gollum-look-a-like cats without any fur at all* and to less sleeping i knew that this couldn't be the way the cookie crumbles and quit this shit, messing up to many things you just can't handle without getting workaholic-zombie-gaga at all.
It was a pity, because i could imagine this as a very great job, if done under a humane time management. 

what you see in the pictures is first the Background of a new Stage for the Game and then a few enemies, who you have to to face in it.

*other story. also painful and melancholic ☻

Samstag, 22. September 2012

Fred Fratz

Das ist Fred Fratz


Beziehungsweise, eigentlich ist das Fred Fratz:


und das. und das. und das. und das.

Fred fand in den östrogengeschwängerten Verstrudelungen des diesjährigen Chiemsee Reggae Summers zu mir und ist seit jeher wie ein Sohn für mich. Ich bringe ihm bei, wie man nahrhafte Cannelloni aus nichts als Myrrhe und Wankelmut herstellt und wie man ein Bankenimperium bei optimalem Cashflow ressourceneffizient in den Ruin führt.
Er ist frech und schlau und lieb und ein Blödel, was sowieso und überhaupt die beste Mischung für dieses wunderbare Leben ist.

Durch seine offenherzige, mitunter tabubrechend freche Art, optimistisch und sorglos als liebenswürdiger Frechdachs in den Tag hineinzuleben, avancierte Fred schnell zur Kultikone einer ganzen Generation und steht seither als hoffnungsvoll schimmerndes Gestirn für die Sehnsüchte und Träume am Firmament all jener, die ihre Herzen seinem berauschenden Lebensgefühl öffneten. 

Mittlerweile hat Fred Fratz weit über 400 Freunde auf Facebook und es sind zahlreiche Artworks und Fanarts rund um diese frenetisch bejubelte Lichtgestalt entstanden:


OBEY FRED

Frech und lieb. Antwort auf DIESES BILD

Röntgenjoe mit Puperzenparadiespudel


wie hart und dümmlich ich bei dem letzten Bild selbst kichern musste
Screenshot aus dem offiziellen CRUNCHY FRATZ® Commercial



Samstag, 8. September 2012

Ficken Geld Drogen Nutten

"Wer Mushiflo nicht kennt, kennt Mushiflo nicht."
                                                                         - Zen Weisheit -

Was die alteingesessenen Anhänger der Zentrifugalkraft schon vor Äonen so salopp daher sagten, erfreut sich heute wieder wieder großer Anerkennung unter den Paarhufern und Bienenvölkern aller Erde. 
"Aller Erde" ergibt überhaupt keinen Sinn und warum ich das gesagt habe, weiss ich nicht.
Was ich allerdings weiss, ist, dass FALLLLSSsss  Sie zu der Fraktion gehören, die Mushiflo NICHT KENNEN, sie ihn kennen sollten wie schlecht ist bitte dieser Satz?
Schlechter als Mushiflo, denn Mushiflo ist gut. Er ist ein schubladentranszendierender Kulturberserker, der zuerst die Hälfte des Publikums so dolle verunglimpft, dass es verständnislos mit irritierten, nach Halt zuckenden Schafsaugen aus dem Saal flieht und sich irgendwie ein bisschen vergewaltigt fühlt, nur um mit der verbliebenen Hälfte einen apokalyptischen Rausch in Form einer Messe an eine analytische Hommage durch assoziative Destruktion von philosophischer Heuchlerei das wasauchimmer höchstselbst es ist schwer zu beschreiben und ich bin müde.

Zumindest hab ich den Umschlag für sein Buch gemalt:


hier nochmal mit Typo drauf


sowie Propaganda-Material, Modell: "Bapper"


Er ist sowas wie ein abstraktes Theaterstück, in dem geckenhaft virtuose Männer kunstvoll schauen und ihre riesigen Aluminiumpenisse auf irgendwas draufdeppern was ordentlich Krach macht. Nur nicht so heuchlerisch und weltfremd und in cool und mit Hühnchen und ohne Rücksicht auf irgendwas.

Ich mag den gerne, deswegen checkt sein Buch und seine Homepage

Freitag, 31. August 2012

Iffets Knalb

Dieses Jahr war ich als völlig einzigster Knabenbubkerl mit einem ganzen Haufen Weiberfraumädchen auf dem Chiemsee Reggae Summer. (Informations-Paranthesen-Dingens: Wer Reggae-Festivals gern mag und die Polizei nicht ganz so dolle, sollte möglichst auf Summerjam, Ruhr Reggae, Reggae-jam, Rototom oder alle anderen Reggae-Festivals dieser Erde ausweichen.)
Es war purste, persönlichkeitstranszendierende Feldforschung bis in die psychedelischsten Untiefen der unergründlichen Frauenpsyche hinein. Tagelang schwamm ich als selbstloser Pionier der Anthropologie in diesem Strom östrogener Verschwurbelungen. Das "Ich" aufgelöst in weiblicher Heimeligkeit zwischen Orlando Bloom und Fotzen. Ich hab sogar Creme benutzt.
Es gab Sturmwarnungen, Evakuierungen, Polizeihubschrauber, authentische, postapokalyptische Endzeit-Campingplätze, Leute in Kostümen, die Muckel heissen und harte Actioncrackpartyrave und schöne Gespräche über Exfreunde und ich hab sogar geküsst ganz viel. Es war einfach herrlitsch. Und das ist beim Barte des Propheten die Steigerung von herrlich.*

Im Anschluss an das ganze Tohuwabohu (biblisches Wort) hatte eins der Weibchen dann Geburtstag und weil ich die ganze Saubande irgendwie lieb gewonnen hatte und des Festival eh irgendwie verarbeiten musste, habe ich ein Selbstportrait porträtiert gemacht haben getanst tuten:

Nur allzu deutlich sieht man die Augen vor Lebenslust glitschig glänzen.
Mit von der Partie sind Schlamm-sneakers, die es auf dem Festival für ganz umsonst gibt, sowie
mein bester Festivalfreund Fred Fratz, den ich erquicklich in die Höhe strecke, während ich frech
das Mantra ausrufe, welches uns die Tage über spirituellen Rückhalt in Zeiten des Wankelmuts bot.

* ein männlicher Satz

Dienstag, 24. Juli 2012

Abi-Cover für Schlaubi-Brother

Mein kleiner Schlaubi-Bruder hat ein 1,3er Abi auf dem linken Harnleiter abgeschwurbelt, obwohl er nur fragwürdige Multimassenonlinerollenspiele spielt und riesige Füße hat (46 oder sowas).
Da er nicht nur physiognomisch auf großem Fuße lebt, sondern auch noch Schülersprecher und Redakteur der Abizeitung war, nutzte er seinen politischen Einfluss und seine bis in die Kurdenmafia reichenden Beziehungen, um mich zu Herstellung der Abizeitungscover zum preisdumpenden Minimindestlohn zu zwingen. Familie halt und so.

Ich sah das als Chance, mal ein bisschen was zu machen, was man sonst vielleicht nicht macht. Die Mottos und Motive waren vorgegeben, ich war lediglich entseeltes Werkzeug zur Umsetzung.



Das Joghurt-Motiv hab ich zum Anlass genommen, mal wieder so richtig malerisch brush-stroke-lastig abzuflatschen und eine art cartoonig naturalstisches Stillleben zu probieren. Ich war überrascht, wie homogen das cleane, grafische Etikett mit dem roughen Pinselgeschmiere vom Glas einhergeht. So dolle überrascht, dass ich richtig dolle gestampft und geschnaubt habe.
"Hermann" übrigens deswegen, weil das Gymnasium so heißt.


Und zum Schluss der obligatorische Brocken, der inhaltlich mit dem Post garnichts mehr zu tun hat. (bloggen ist wie Wäsche waschen: Immer ne Trommel voll kriegen. Ökologie und so.) Angestoßen durch das lieblich lockere Pinselwuseln beim Joghurt hatte ich nämlich einen kurzweiligen, aber leidenschaftlichen, von schwitziger Popoliebe geprägten Stilllebenflash, in dem mitunter die zwei Dingens hier entstanden sind:

Stillleben für den Schweinejürgen.
Zu sehen ist der Hang Loose Panda, der einen an das Gute im 
Leben erinnert, ganz egal ob man gerade düstere Trauerphasen
durchlebt oder auf MDMA, DMT und Pilzen gleichzeitig einem 
Anflug von Muffensausen standhalten muss und ein Pyrit, weil
die saugeil sind und Hundertwasser's Schimmelmanifest 
widerlegen, in dem er behauptet, die gerade Linie 
existiere in der Natur nicht. (Narr)

Das Ding ist komplett ausm Kopf gemalt, deswegen stimmt von
den Spiegelungen her auch von hier bis nach Kurdistan überhaupt nix.



und eine Werbeanzeige für meinen anderen Blog Vollbartbaby, damit ich ja auch Cashmäuse hab.